Roadtrip durch das sĂŒdliche Afrika

56 Tage, 9’000 Kilometer, 1000 Liter Diesel, null Pannen, ungezĂ€hlte Wow-Momente und drei Kilo mehr auf der Waage – das ist das Fazit des Roadtrips durch das sĂŒdliche Afrika in Zahlen.
Nach der Stippvisite zu den VictoriafĂ€llen in Simbabwe, einer 9-tĂ€gigen Tour durch das nördliche Botswana und einer grosszĂŒgigen Verschnaufpause im wundervollen Kapstadt (Artikel dazu folgt, versprochen) bildete er den vierten, letzten und zugleich mĂ€chtigsten Teil unserer Abenteuerreise durch das sĂŒdliche Afrika.

Ready? Na dann mal los…

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My home is my CARstle

Das Wichtigste fĂŒr einen Roadtrip ist natĂŒrlich ein vernĂŒnftiges Auto. Meine Freundin Nina und ich hatten unseren Camper, einen Toyota Hilux, bereits vor einigen Monaten gebucht und waren – um das Fazit gleich vorwegzunehmen – rundum zufrieden mit unserem «Guschti».

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Unser Toyota Hilux, aka «Guschti»: Ein tapferes und absolut zuverlÀssiges Kerlchen.

Die Camping-AusfĂŒhrung des Toyota Hilux ist wahlweise mit einem oder zwei Dachzelten zu haben. Wir hatten uns fĂŒr die Variante Doppeldecker entschieden, obschon uns einige Personen im Vorfeld davon abgeraten hatten. Es sei viel zu aufwĂ€ndig, tĂ€glich zwei Zelte auf- und auch wieder abzubauen. Ausserdem wĂŒrden sich andere Camping-Enthusiasten das Vehikel zu viert teilen. Nun, wir sind nicht andere und sahen in dem Modell durchaus Vorteile zugunsten unserer PrivatsphĂ€ren. Immerhin verbringt man auf so einer Reise schon sehr viel Zeit miteinander, da sind selbst die kleinsten RĂŒckzugsoasen wertvoll.

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Mein Haus, mein Auto, mein alles…

In der Tat entpuppten sich die warnenden Voten im Vorfeld als haltlos. Im Nu waren die Zelte jeweils aufgebaut und in zwei bis höchstens drei Nus wieder zusammengeklappt und fĂŒr die Weiterreise verstaut. Die Aufwand/Nutzen-Bilanz stimmte fĂŒr uns jedenfalls perfekt.

Verkehrsregeln

Als wesentlich kniffliger erwies sich das Steuern eines Rechtslenkers (Guschti war ein solcher Rechstlenker) und – damit verbunden –  das Fahren auf der linken Fahrbahn. So oft, wie wir insbesondere in den ersten paar Tagen den Scheibenwischer betĂ€tigt haben, hat es jedenfalls die ganzen acht Wochen des Roadtrips nicht geregnetÂ đŸ€Šâ€â™€ïžÂ (Anmerkung: bei rechtsgesteuerten Autos befindet sich der Scheibenwischer links vom Steuer, dort, wo bei uns der Blinker angebracht ist…)
FĂŒr uns EuropĂ€er ungewohnt sind ausserdem die sogenannten „Four-Way-Stops“, also Kreuzungen, bei denen an allen vier einmĂŒndenden Strassen ein Stoppschild angebracht ist. Derjenige, der zuerst da war, darf auch als Erster weiterfahren. Im Zweifelsfall stimmt man sich einfach per Handzeichen ab – sympathisch, irgendwie. Auch diese Eigenheit hatten wir nach ein paar Praxisstunden im sĂŒdafrikanischen Strassenverkehr bald intus.

Und hey! am Zebrastreifen hĂ€lt man gefĂ€lligst an. DafĂŒr braucht es nicht einmal ein Regelwerk, das ist Ehrensache! 😎

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Der Roadtrip im Überblick

Ich habe drĂŒben auf GoogleMaps die Stationen unseres Roadtrips erfasst (violett = Übernachtungen).

Nachfolgend eine Zusammenfassung zu den wichtigsten Highlights.

The Winelands

Unsere Einrolltour fĂŒhrte uns am ersten Tag zu den Spuren der Hugenotten ins idyllische und weltweit bekannte Weinanbaugebiet SĂŒdafrikas. Hier deckten wir uns fĂŒr die weitere Reise mit einigen leckeren Tropfen einđŸ·đŸ˜‹. Wir blieben dann auch gleich fĂŒr zwei NĂ€chte in dieser malerischen Gegend, denn hey! drink OR drive 😇

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Indian Summer Idylle in den Winelands, Western Cape

Anschliessend ging es weiter Richtung Garden Route mit einem – meiner Meinung nach – obligaten Abstecher in die Kleine Karoo zur Straussen-und Meerkat-Metropole Oudtshoorn.

Oudtshoorn

In die wundervolle Landschaft der Kleinen Karoo hatte ich mich bereits bei meinem letzten Roadtrip vor elf Jahren verliebt. Und auch dieses Mal konnte ich mich gar nicht richtig sattsehen an dieser malerischen Szenerie.

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Liebliche HĂŒgellandschaft und tolle Farben – ich mag sie, die kleine Karoo

Der Besuch einer Straussenfarm ist lehrreich und amĂŒsant zugleich.

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Follow me, please! 😉

Ebenfalls empfehlenswert in Oudtshoorn ist eine Meerkat Safari zu frĂŒher Morgenstunde.

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Jööö-Effekt garantiert: Meerkats (ErdmĂ€nnchen) sind sĂŒsse Zeitgenossen.

Safari im Addo Elephant Park

ZurĂŒck am Indischen Ozean haben uns die stĂŒrmischen Wetterbedingungen schliesslich dazu bewogen, die KĂŒste nach der Garden Route bei Port Elizabeth zu verlassen und uns landeinwĂ€rts zu bewegen. Der Addo Elephant Park bot sich da geradezu perfekt als nĂ€chstes Etappenziel an.
Ich möchte euch an dieser Stelle ein paar rELEFANTe Impressionen nicht vorenthalten:

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Rechtsvortritt interessiert auf einer Safari keinen so richtig.
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Auch die drolligen Warzenscheine wissen sich in Szene zu rĂŒcken 😉
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Immer sonntags wird gebadet.
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Auf dem Weg ins MuKi-Turnen.

Lesotho

Die Reise fĂŒhrte uns weiter nordwĂ€rts und schliesslich ins Königreich Lesotho. Lesotho (ĂŒbrigens Lisutu ausgesprochen) wird nicht vergeblich „The Kingdom in the Sky“ genannt. Der im NavigationsgerĂ€t integrierte Höhenmesser hatte jedenfalls allerhand zu tun und zeigte Höhen zwischen 1500 und 3200 Metern ĂŒber Meer an – eine Amplitude, die mehrmals pro Tag rauf und runter gespielt wurde. In Lesotho war daher insbesondere unsere Kurvenfahrtechnik gefragt (Notiz an mich: uuuunbedingt einen Artikel zu Lesotho tippsen!)

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Das höchste Restaurant Afrikas befindet sich auf 3200 MĂŒM
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Geduldigt schlÀngelten wir uns durch die irrsinnig imposante Berglandschaft Lesothos

Man weiss in Lesotho nie so genau, was einem hinter der nĂ€chsten Kurve erwartet. Ein Schlagloch vielleicht? Oder ein StĂŒck Fels mitten auf der Strasse? Oder eine von hunderten Schaf- oder Ziegenherden? Oder….

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Edelmann trifft Eselmann 😂

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Einfach schön…

UrsprĂŒnglich hatten wir geplant, Lesotho im SĂŒden via den Sanipass zu verlassen. Der Sanipass wird in unseren ReisefĂŒhrern als steil und sehr kurvenreich beschrieben. Im Ski-Resort (kein Scherz!) Afriski, der letzten Übernachtungsstation vor dem Sanipass, erfuhren wir von ortskundigen Menschen, dass der Sani keineswegs steiler und kurvenreicher sei als all die anderen PĂ€sse Lesothos, die wir ja bereits hinter uns hatten. Ausserdem sei die Strasse bis zur Passhöhe geteert und in sehr gutem Zustand. Einzig der Weg talwĂ€rts sei etwas kniffliger, weil sich zu beachtlichem GefĂ€lle und Kurvenreichtum ein weiterer KomplexitĂ€tsfaktor dazugeselle: ein neuer Strassenbelag, bzw. eben kein Belag. Schotter. Wir sollten einfach den ersten Gang einlegen und uns mit viel Geduld Kurve um Kurve hinunterschlĂ€ngeln, dann sei auch das easy, meinten die Jungs.
Im Vorfeld hörten und lasen wir unterschiedliche Meinungen ĂŒber den Zustand des Sanipass. Etwas Restbammel in der Magengegend liess sich daher trotz der praxisorientierten Insider-Tipps nicht abstreiten.
Wir interpretierten es schliesslich als einen Wink des Schicksals, als es just am nĂ€chsten Morgen zu regnen begann und die Wetteraussichten weiter sĂŒdlich keine Besserung versprachen. Wir entschieden uns daher, das lieblich-bizarre Lesotho statt ĂŒber den verregneten Sanipass im sonnigen Nordosten zu verlassen und damit neu auch den nördlichen Teil der Drakensberge auf unserer Reise anzusteuern.

Wanderparadies Drakensberge

Mit den Drakensberge wartete ein tolles Wander-Mekka auf uns. Hier machte der Roadtrip erst mal Pause und es ging zu Fuss weiter.

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In den malerischen Drakensberge ging es erst einmal zu Fuss weiter 😉

Safari durch den Hluhluwe-iMfolozi Nationalpark

Nach ein paar prĂ€chtigen Wandertagen in den Drakensberge hiess es schliesslich weiterzuziehen. Nina und ich steckten also einmal mehr unsere Köpfe ĂŒber der Strassenkarte und den ReisefĂŒhrern zusammen und hielten Ausschau nach der nĂ€chsten Übernachtungsstation. Bald fiel uns der Hluhluwe-iMfolozi Park im KwaZulu-Natal auf. Kurzerhand spreizte ich meine Finger auf der Karte um die Distanz zu messen. „Keine 300 km, das schaffen wir locker!“, resĂŒmierte ich salopp. Also riefen wir zwecks Reservation (in Nationalparks empfiehlt es sich, UnterkĂŒnfte vorab zu reservieren) im Hilltop-Camp an. Als ich erwĂ€hnte, dass wir von Giants Castle anreisen wĂŒrden, zögerte die sympathische Stimme am anderen Ende der Leitung kurz, um mich dann freundlich darauf hinzuweisen, dass die Rezeption um 18.00 Uhr schliesse. „No problem!“, quietschte ich und fĂŒgte hinzu, dass wir voraussichtlich bereits am frĂŒhen Nachmittag  eintreffen wĂŒrden.
Als wir am nĂ€chsten Vormittag gemĂŒtlich unseren Guschti startklar machten und unser Navi programmierten, staunten wir nicht schlecht, als dieses die zurĂŒckzulegende Distanz nicht etwa auf knapp 300, sondern auf fast 500 Kilometer und sechs Stunden reine Fahrzeit errechnete. Mathe war ĂŒbrigens noch nie meine StĂ€rke, herrje! 🙄
Und als ob uns dieser Lapsus nicht schon genug Action eingebracht hĂ€tte, hatte auch unser Navi noch einen Aussetzer an dem Tag und lotste uns auf den letzten zehn Kilometern – nachdem wir bereits 470 km in den RĂ€dern hatten, wohlverstanden – auf eine ĂŒĂŒĂŒĂŒble Offroad-Piste. Absolut unnötig, wie sich am nĂ€chsten Tag herausstellte, denn die geteerte Hauptstrasse hĂ€tte uns direkt ans Camp gefĂŒhrt. Wie dem auch sei: in diesem Tag steckte nun wirklich der Wurm drin. Wir erreichten die Rezeption des Hilltop-Camps schliesslich gerade mal ein halbes StĂŒndchen vor Schliessung – das war knapp! 😜

Der Hluhluwe (ausgesprochen: Schluschlue) wird als „kleiner Bruder“ des KrĂŒger Nationalparks gehandelt und besticht insbesondere durch seinen stolzen Bestand an Nashörnern. Das traf sich gut, denn das Nashorn fehlte bisher noch in unserer Big-Five-Sammlung.

Übrigens: Wie nennt man ein rennendes Nashorn?

Nasigorenn 😂

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Die Chancen, Nashörner zu sehen stehen gut im Hluhluwe-Nationalpark.

Doch auch andere typische Safari-Protagonisten trifft man in diesem hĂŒgeligen Park an.

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Wohin des Weges?

Und manchmal lohnt sich sogar der Blick zurĂŒck.

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Manchmal lohnt sich ein Blick zurĂŒck.
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Ihr seht die Giraffen doch auch, oder? 😊 Walking-Safari im Hluhluwe

Swasiland

Nach einem kurzen Abstecher nach St. Lucia nahmen wir schliesslich Kurs auf Swasiland, einem weiteren kleinen Königreich im sĂŒdlichen Afrika. Im Gegensatz zum wilden, wenig erschlossenen Lesotho sticht Swasiland durch eine gewisse Eleganz hervor.

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Switzerland  🇹🇭 meets Swaziland 🇾🇿

Der König von Swasiland, Mswati III, feierte Mitte April seinen fĂŒnfzigsten Geburtstag. Alle paar Meter machen Plakate am Strassenrand auf dieses spezielle Ereignis aufmerksam.  Gerne hĂ€tten auch Nina und ich dem König persönlich unsere GlĂŒckwĂŒnsche ĂŒberbracht, doch am Tor zur königlichen Residenz war leider Endstation fĂŒr uns.

Dann eben doch Plan B: 💋 🐾 👑

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AnlĂ€sslich des fĂŒnfzigsten Geburtstags von König Mswati III sind die Strassen mit Plakaten des Königs  geschmĂŒckt.

Safari durch den KrĂŒger Nationalpark

Ein Katzensprung nach Swasiland erreicht man bereits das SĂŒdtor, das Malelane Gate,  des legendĂ€ren KrĂŒger Nationalparks. In vier wundervollen Tagen arbeiteten wir uns von Camp zu Camp durch. Die meisten Camps bieten einen einzigartigen Ausblick auf entweder ein Wasserloch, einen Fluss oder die Steppe. Es lohnt sich daher, einige von ihnen anzusteuern und einen Besuch abzustatten.
NatĂŒrlich kriegt man auch wĂ€hrend den Fahrten zwischen den Camps einiges vor die Linse – seht selbst:

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Auf Safari gilt es sÀmtliche Perspektiven im Blick zu haben.
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Giraffe beim Überqueren der Strasse.
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Guschti hĂ€lt sich tapfer…
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So lĂ€sst man sich ja gerne aufhalten, gell Guschti?! 😊
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Dekorativ: der Baobab Tree
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Impalas gibt es im KrĂŒger Nationalpark wie Sand am Meer.
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Der Ausblick von der Terrasse des Olifants Camps ist gigantisch. Hier beobachten wir gerade Happy Hippos beim Plantschen und „sĂŒnnelen“.
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Wie ich schon sagte: bei Zebrastreifen hÀlt man an.
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GĂ€nsemarsch… đŸ€”Â einfach ohne GĂ€nse 😉 (Blick von Terrasse des Olifants Camps)
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Egal, was war und egal, was noch kommt, DIESER kostbare Moment bei den sitzenden(!) Giraffen hat einen Top-Platz in meiner Safari-Bilanz auf sicher! 😍

Blyde River Canyon

Wir verliessen den KrĂŒger Nationalpark beim Phalaborwa Gate. Nur wenige Kilometer danach wartete bereits ein weiteres Highlight auf uns: der Blyde River Canyon mit seinen spektakulĂ€ren Viewpoints.

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Atemberaubend schön: die Aussicht auf den Blyde River Canyon

Der Blyde River Canyon sei, so hiess es, mit seinen 26 Kilometern LĂ€nge und bis zu 800 Metern Tiefe nach dem Grand Canyon in den USA (450 km) und dem Fish River Canyon in Namibia (160 km) der drittgrösste Canyon der Welt. Den Fish River Canyon bestaunten wir ein paar Wochen spĂ€ter ebenfalls noch. Mehr dazu dann weiter unten oder eben: spĂ€ter 😉

Pretoria

Pretoria ist die Hauptstadt SĂŒdafrikas, insofern ist es berechtigt, der Stadt auf der Durchreise einen Besuch abzustatten. Ich hatte Pretoria als gigantische «Milka Lila Kuh» in Erinnerung. Bei meiner letzten SĂŒdafrika-Reise vor elf Jahren war nĂ€mlich die Jacaranda-BlĂŒhte in voller Pracht. Die Strassen von Pretoria sind voll mit diesen BĂ€umen, entsprechend dominant hatte sich der violette BlĂŒtenschimmer, der sich wie eine Dunsthaube ĂŒber die Stadt legte in mein GedĂ€chtnis gebrannt.
Dieses Mal blĂŒhten die BĂ€ume nicht und auch sonst gibt die Stadt nicht wahnsinnig viel her. Dennoch erlebten wir hier eine Anekdote, die durchaus einen Platz in diesem Roadtrip-Bericht verdient hat.
Wir steuerten mit Guschti direkt den Church Square, das HerzstĂŒck Pretorias an. Schon von weitem winkten uns junge MĂ€nner heran und zeigten uns freie ParkplĂ€tze. Das war an sich nichts Neues, wir waren uns das bereits aus anderen sĂŒdafrikanischen Ortschaften gewohnt. NatĂŒrlich fielen uns die Bus-Schilder auf den Parkfeldern auf und so erkundigten wir uns, ob das Parkieren von normalen Autos (womit ich nicht behaupten möchte, dass Guschti ein normales Auto gewesen wĂ€re…) denn ĂŒberhaupt gestattet sei. Klar, hiess es. Und weil ein halbes Dutzend anderer Fahrzeuge bereits auf dem Platz parkiert waren, hinterfragten wir diese Aussage nicht weiter, bezahlten ohne Widerrede die verlangte GebĂŒhr, schnappten unsere RucksĂ€cke und suchten die Touristeninformation auf.
Nachdem uns Gloria, die nette Tante dort mit einem Stadtplan und einigen zusĂ€tzlichen Informationen zu Pretoria eingedeckt hatte, fragten wir sie eher beilĂ€ufig, ob der Parkplatz, auf dem wir unseren Guschti parkiert hatten, fĂŒr die nĂ€chsten paar Stunden denn auch wirklich sicher sei. Die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: Um Himmels Willen NEIN, das sei er definitiv nicht. Es sei ein ausdrĂŒcklicher Busparkplatz und PWs wĂŒrden hier regelmĂ€ssig abgeschleppt. Die Jungs, die dort die Autos herbeiwinkten und fleissig Aufpassgeld kassierten, seien dann natĂŒrlich ĂŒber alle Berge.  Nur sehr umstĂ€ndlich und verbunden mit einer saftigen Busse bekĂ€me man sein Auto dann irgendwann irgendwo wieder zurĂŒck. Gloria legte uns daher dringend ans Herz, unser Auto umgehend umzuparkieren und bot uns dafĂŒr ein Parkfeld direkt vor dem GebĂ€ude der Touristeninfo an. Dies sei allerdings kein öffentlicher, sondern ein Beamten-Parkplatz, aber sie werde fĂŒr uns ein gutes Wort beim Security-Guy einlegen. Das klang nach einem tollen Plan und wir folgten Gloria auf die Strasse hinaus. Auf dem Weg aus dem Haus trafen wir auf Glorias Office-Kollegen. Grinsend berichtet uns dieser beim Vorbeigehen, dass „die“ gerade mal wieder dabei seien, Autos von dĂ€mlichen Touristen abzuschleppen. Gloria erhöhte daraufhin ihr Schritttempo markant und steuerte schnurstracks zu unserem Parkplatz, der genau genommen gar keiner war, wie inzwischen sogar wir kapiert hatten. Unser Guschti wĂ€re tatsĂ€chlich als nĂ€chstes an der Reihe gewesenÂ đŸ˜±
Dann ging alles blitzschnell. Gloria schwang ihr massiv ĂŒbergewichtiges Hinterteil auf den Beifahrersitz und lotste uns galant um die Blocks zum Beamten-Parkplatz. Begeistert war der Security-Mann ob dem Überfall zwar nicht, aber wirklich etwas dagegen einzuwenden hatte er am Ende auch nicht mehr und ein kleiner Zustupf von doofen aber extrem dankbaren Touristen ist letztlich leicht verdientes Geld.
Das Schicksal meinte es an diesem Tag verdammt gut mit uns. DANKE, GLORIA! 🙏

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Beeindruckend: die 9 Meter hohe und 3.5 Tonnen schwere Nelson-Mandela-Statue vor den Union Buildings in Pretoria
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Schild am linken Fuss der Nelson-Mandela-Statue.

Kimberly

Nach Pretoria folgten unglaublich lange Distanzen durchs Nichts – da muss man einfach durch 😜

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Gigantische Distanzen: nach 308 km links abbiegen, dann 1 km bis zum Ziel 😜

Als willkommene Oase sticht die Diamantenstadt Kimberly hervor. Sie gleicht einem WesternstĂ€dtchen und die Zeit, die wir dort verbrachten, war kurzweilig und amĂŒsant.

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Das WesternstĂ€dtchen Kimberly: ein herrlich lebhaftes Nest mitten in der WĂŒste.

 

Nach Kimberly nahmen wir Kurs Richtung Nordwesten und nĂ€herten uns in zwei weiteren nicht enden wollenden Tagesetappen durch die WĂŒste langsam aber sicher der namibischen Grenze.

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Countdown to Namibia. Typisches Landschaftsbild wÀhrend stundenlanger Fahrt.

Fish River Canyon

Wir waren gespannt, inwiefern der Fish River Canyon den Blyde River Canyon noch ĂŒbertrumpfen konnte. War das denn ĂŒberhaupt möglich? Ich meine, was soll denn bitteschön noch grösser, noch spektakulĂ€rer sein?
Die Anfahrt nach Hobas, dem Camp am nördlichen Ende des Canyons fĂŒhrte uns stuuuundenlang durch eine karge, platte Landschaft. Nichts deutete auch nur ansatzweise darauf hin, dass sich hier demnĂ€chst eine gigantische Schlucht auftun könnte. Auch auf dem Camp selbst gab es – mal abgesehen von Wegweisern – keine rein aus der Landschaft erkennbaren Hinweise dafĂŒr.

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Anfahrt zum Fish River Canyon. Wo ist er denn bloss?

Der Haupt-Viewpoint des Fish-River-Canyons befindet sich ca. 20 km vom Hobas-Camp entfernt. NatĂŒrlich fuhren wir da gleich nach der Registration hin. Schliesslich wollten wir endlich wissen, wo sich dieser merkwĂŒrdige Canyon denn nun versteckt hatte.

Und dann steht man endlich auf der Aussichtsplattform, kriegt Mund und Augen nicht mehr zu und gerade mal ein zartes „Boah, ey!“ ĂŒber die Lippen.

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Ganz schön WOW… also der Canyon, meine ich 🙂

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Wer mag, kann in fĂŒnf Tagen zu Fuss durch die knapp 90 km lange Schlucht Ă€chzen. Aber wir hatten ja unseren Guschti und holperten auf einer guten Staubpiste durch die sagenhaft schöne Szenerie runter zum Spa-Resort Ai-Ais am sĂŒdlichen Ende des Fish River Canyon, wo wir ein paar entspannte sommerliche Wintertage genossen. Hatte ich schon erwĂ€hnt, dass inzwischen der Winter eingekehrt war im sĂŒdlichen Afrika?

Zusatzschlaufe in die Karoo

Zehn Tage bevor uns der Flieger zurĂŒck in die Schweiz brachte, berieten wir, was wir mit dem verbleibenden, grosszĂŒgigen Zeitfenster anstellen sollten. Wir entschieden schliesslich, unseren Roadtrip noch um eine Zusatzschlaufe in die Karoo zu bereichern. Insbesondere die Fahrt auf einer Schotterpiste ĂŒber den spektakulĂ€ren Swartbergpass, wird mir persönlich noch ein ganzes Weilchen in Erinnerung bleiben.

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Die Fahrt ĂŒber den Swartbergpass ist spektakulĂ€r

Cape Agulhas

Als krönenden Abschluss unserer abenteuerlichen Reise durch das sĂŒdliche Afrika brausten wir noch ganz runter ans Cape Agulhas, dem sĂŒdlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents. Dort, wo einem der Wind mit voller Kraft um die Ohren donnert und das Wetter im Viertelstundentakt Ă€ndert. Dort, wo der wilde Atlantik den lieblichen Indischen Ozean knutscht. Dort, wo man am liebsten die ganze Welt umarmen möchte, vor lauter Dankbarkeit und Ehrfurcht.
Es ist ein guter Ort, um einer tollen Zeit in einem wundervollen Land „Adieu“ zu sagen!

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Nach elf Jahren stehe ich erneut am sĂŒdlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents. Ein irrsinniges GefĂŒhl ❀

Übrigens: Das waren meine 5 Lieblings-Accessoires auf dem Afrika-Trip

 

Nicht HĂ€nsel, nicht Gretel, sondern Doedel verirrte sich im Wald…

Es war ein wundervoller Tag im KrĂŒger Nationalpark. Wir hatten GlĂŒck und konnten uns tags zuvor gerade noch den allerletzten Platz in Skukuza, dem grössten Camp im Park, sichern. Das riesige Areal mit seiner grosszĂŒgigen Infrastruktur inmitten des Nationalparks hat viele Vorteile, Orientierungsbanausen wie mich stellt es aber auf eine harte Probe, wie ich am eigenen Leib erfahren sollte. Aber alles der Reihe nach.

Wir erreichten das Camp am spĂ€ten Nachmittag und platzierten Guschti, unseren Camper, auf einem der wenigen noch nicht besetzten Quadratmetern. Es gab hier keine klar definierten, nummerierten PlĂ€tze, ergo gab es kein Richtig oder Falsch, wie man sein Vehikel parkte. Alles schien hier herrlich unkompliziert zu sein, das gefiel uns. Das reichlich chaotisch anmutende, emsige Treiben auf dem Campingplatz erinnerte mich an mein Wimmelbuch, mit dem ich mich in den frĂŒhen Jahren meiner Kindheit stundenlang verweilen konnte, weil es auf jeder einzelnen Seite so vieles zu entdecken gab. Mitten in dieser Wimmelbuch-Szenerie im legendĂ€ren KrĂŒger Nationalpark klappten wir schliesslich unsere Dachzelte auf.

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Symbolbild. Das Bild stammt nicht aus dem besagten Skukuza-Camp im KrĂŒger Nationalpark. Man stelle sich bitte mehr – deutlich mehr(!) – Betrieb drumherum vor… 😉

Neben uns hatte sich eine alleinreisende junge Frau mit ihrem Opel Corsa und einem Minizelt eingerichtet. Wie um alles in der Welt kann man sich den KrĂŒger-Nationalpark mit Corsa und Minizelt antun? fragte ich mich insgeheim, hielt aber beim kurzen BegrĂŒssungs-Smalltalk diplomatisch die Klappe. Es ging mich nichts an. Punkt.
Dass mir genau dieser Corsa und genau dieses Minizelt am gleichen Abend noch den Kragen retten wĂŒrden, ahnte ich zu jenem Zeitpunkt noch nicht.

Der Safari-Tag war heiss und staubig. Nun hiess es erst mal ab unter die Dusche. Die sanitĂ€ren Einrichtungen befanden sich ein gutes StĂŒck von unserem Stellplatz entfernt. Meine Freundin und ich schnappten also Bade-Ente & Co. und machten uns auf den Weg einmal quer durch den Campingplatz zum Dusch-Block. Nina war wie immer ruckzuck fertig mit ihrer Toilette und rief mir ein „ich gehe schon mal vor und bereite den ApĂ©ro zu“ durch die lottrige TĂŒre meiner Duschkabine zu. „Alles klar, bis gleich“, rief ich.

Als ich vielleicht zehn Minuten nach meiner Freundin den Dusch-Block verliess, stellte ich fest, dass bereits die Nacht ĂŒber Skukuza hereingebrochen war. Aufgrund der geringen Entfernung zum Äquator bricht die Dunkelheit im sĂŒdlichen Afrika wesentlich rascher herein, als wir EuropĂ€er es uns von unseren Breitengraden gewohnt sind. Keine halbe Stunde dauert hier nĂ€mlich die DĂ€mmerung. Ich hĂ€tte es so langsam aber sicher wirklich wissen mĂŒssen, doch diese Tatsache verblĂŒffte mich wĂ€hrend der ganzen Reise tĂ€glich aufs Neue. Langer Rede, kurzer Sinn, Fakt ist, dass es zum Zeitpunkt als wir unseren Guschti verlassen hatten und zu den wohltuenden Duschen aufgebrochen waren, noch hell war und jetzt war es dunkel. Stockdunkel.
An jeder Ecke brannten nun kleine oder grössere Lagerfeuer. Sie verliehen dem Camp einen komplett neuen Touch. Beim Hinweg war ich einfach neben Nina hergetrottelt. Klar hatte ich mir einige mir relevant erscheinenden Punkte an Weggabelungen zu merken versucht. Doch all diese BemĂŒhungen bei Tageslicht waren nun bei Nacht fĂŒr die Katze!
Wie ein ausgesetzter Dackel irrte ich in der Folge durch das Stellplatz-Labyrinth. Ohne Erfolg. Im Gegenteil. Je lĂ€nger ich herumirrte, desto mehr verblassten selbst die letzten Anhaltspunkte in meiner Erinnerung, desto mehr verwirrten mich all die Lichter, die da vorhin noch nicht waren, desto mehr Ă€rgerte ich mich ĂŒber meinen wirklichwirklichwirklich schlechten Orientierungssinn.
WĂ€ren die StellplĂ€tze wenigstens nummeriert gewesen, dann hĂ€tte ich mich durchfragen können.  Und hĂ€tte ich mein Telefon dabei gehabt, hĂ€tte ich Nina anrufen und um Hilfe bitten können. WĂ€re. HĂ€tte. WĂŒrde. Herrje!

Als ich zum wiederholten Mal an der einen Kreuzung vorbeikam, hielt mich das Ă€ltere Ehepaar von der Eck-Parzelle auf. Ob ich etwas Bestimmtes suchen wĂŒrde, wollten sie wissen. „Ja, allerdings“, erwiderte ich höflich und mit verzweifeltem Unterton in der Stimme, „meinen Camper. Ich suche meinen Camper. Er muss hier irgendwo sein.“ Die Situation war mir peinlich, keine Frage. Ich hĂ€tte auf der Stelle im staubigen Erdboden versinken können.
Was fĂŒr ein Camper es denn genau sei, erkundigte sich der sympathische Herr.
„Ein weisser Toyota Hilux“, erwiderte ich, wohlwissend, dass uns diese Information keinen Deut weiterbringen wĂŒrde. Immerhin waren gefĂŒhlt 90% der Autos auf dem Skukuza-Camp weisse Toyota Hilux.
Nach einer Weile stiess ein weiterer PensionÀr zu uns und blickte fragend in unsere aufgebracht gestikulierende Gruppe.
„Das Girl hier hat sich verirrt und findet nicht mehr zu ihrem Camper zurĂŒck!“, brachte die Ă€ltere Dame das Dilemma fadengerade auf den Punkt.
„Oh dear“, murmelte der Neu-Ankömmling voller Anteilnahme. Er musterte mich von Kopf bis Fuss und fĂŒgte dann stirnrunzelnd hinzu:“Dich kenne ich doch? Du bist doch die grosse Lady mit dem winzigen Zelt? Ich frage mich die ganze Zeit, wie du da bloss reinpasst?!“
„NEIN!“, schrie ich. Der Schrei war eine Mischung aus EntrĂŒstung, dass man mir einen solchen Reisestil ĂŒberhaupt zutrauen konnte und aus Erleichterung ob dem Hoffnungsschimmer der sich aus der WortĂ€usserung sofort in mir entzĂŒndete. „Aber die Lady mit dem kleinen Zelt ist meine Nachbarin“, fĂŒgte ich sofort hinzu und erklĂ€rte, dass ich von dem winzigen Zelt aus meinen eigenen Camper rasch finden wĂŒrde.
„Alles klar, Darling, dann bringe ich dich jetzt nach Hause“, schmunzelte der Opa, zwinkerte dem Ehepaar keck zu und bot mir seinen Arm an, damit ich mich ihm unterhaken konnte.

Nina wartete wie abgemacht mit dem ApĂ©ro auf mich. Und sie tat dies mittlerweile seit einer geschlagenen Stunde. Sie staunte nicht schlecht, als ich in charmanter, mĂ€nnlicher Begleitung um die Ecke bog 🙂

Übrigens: Leser, die diese Geschichte gelesen haben, haben auch den Artikel Roadtrip durch das sĂŒdliche Afrika gelesen 😉

Das waren meine 5 Lieblings-Accessoires auf dem Afrika-Trip

Babys haben ihren Schnuller, ihre Kuscheldecke oder ihr Lieblings-PlĂŒschtier – etwas, was immer und ĂŒberall dabei sein muss. Auch ich hatte wĂ€hrend meiner Afrika-Reise meine absoluten Lieblings-Accessoires. Und das sind sie:

1) Swisswool Light Tec Jacket von Orthovox

Zwei Wochen vor meiner Abreise hatte ich noch gezögert, ob ich das schicke Federleichtgewicht von Orthovox a) ĂŒberhaupt erwerben sollte und ob es b) fĂŒr das bevorstehende Abenteuer im sĂŒdlichen Afrika geeignet sein könnte. Intuitiv schlug ich schliesslich zu und bereits nach wenigen Reisetagen war klar, dass der Kauf ein absoluter Schuss ins Schwarze war. Die Jacke entpuppte sich zum unverzichtbaren Allrounder. Sie schĂŒtzte wundervoll vor Wind und Wetter und hielt – kombiniert mit ebenfalls sorgfĂ€ltig abgestimmten Darunterschichten – selbst bei nahezu frostigen Abend- und Morgentemperaturen dicht. Die Jacke kann auf ein Mini-Packmass zusammengerollt und komplett in ihrer eigenen Kapuze verstaut werden. Es gab kein Pardon: das Teil war jederzeit im Rucksack griffbereit – I’m lovin‘ it!

2) Allround-Hose ‚Stella‘ von Icewear

Ich hatte die Hose letztes Jahr wĂ€hrend meines Island-Trips erworben. Es war kein geplanter Kauf, sondern – bedingt durch die ambivalenten Launen des islĂ€ndischen Wettergotts – eher ein Verzweiflungsakt. Doch bald schon hatte ich an dieser Allround-Hose einen Narren gefressen. Sie ist super angenehm zu tragen und hĂ€lt einem Feuchtigkeit zuverlĂ€ssig vom Leib. Der Schnitt fĂ€llt fĂŒr eine Wanderhose ĂŒberraschend schick aus – die Hose sitzt perfekt auf den HĂŒften und bietet trotzdem optimale Bewegungsfreiheit. Im Handumdrehen lĂ€sst sie sich in Shorts verwandeln. Und was auf einem Camping-Trip besonders praktisch ist: die Hose lĂ€sst sich mit etwas Wasser im Nu reinigen/entstauben, trocknet extrem schnell und sieht danach wieder aus wie neu. Egal ob zum Wandern, zum Werkeln und HerumlĂŒmmeln auf dem Campingplatz oder zum Ausgehen: diese Hose war immer das passende Outfit – das «Kleine Schwarze» fĂŒr Camping-Girls, quasi 🙂

3) Wanderstiefel von Hanwag

Es war Liebe auf den ersten Schritt. Damals, als der Wanderschuh-Experte bei Transa den schlichten Lederstiefel aus dem Regal zĂŒckte und mich bat, damit durch den improvisierten Parcours mitten im Laden zu trampeln. Seither bin ich mit dem Schuh ungezĂ€hlte Kilometer ĂŒber Stock und Stein gestolpert gewandert und absolut happy damit. Auf der Afrika-Reise kam er insbesondere auch auf dem Campingplatz zum Einsatz. Man weiss ja schliesslich nie so genau, was da im Dschungel oder in der WĂŒste so kreucht und fleucht. Da ist es schon gut, seine zarten FĂŒsselein in Sicherheit zu wissen.

4) Thermosbecher von Camelback

Im BĂŒro ist er wĂ€hrend der kĂŒhleren Jahreszeit schon fast zu meinem Markenzeichen geworden: der schicke weisse Thermosbecher von Camelbak. Ich konnte mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen und steckte ihn daher kurzerhand auch fĂŒr die Reise ins sĂŒdliche Afrika ein. Was fĂŒr eine hervorragende Entscheidung! BuchstĂ€blich zu jeder Tages- und Nachtzeit trug ich den Becher wĂ€hrend den gut zehn Wochen auf mir. Abends und wĂ€hrend der Nacht schlĂŒrfte ich daraus heissen Tee, tagsĂŒber blieb das Wasser herrlich frisch darin. Prost!

5) Tagesrucksack ACT Trail 22 SL von Deuter

Last but not least gehört mein „HandtĂ€schli“ (Schweizerdeutsch fĂŒr Handtasche) definitiv mit auf diese Liste. Der Rucksack ist ein regelrechter VerwandlungskĂŒnstler. Beim Wandern passte alles wunderbar rein und fĂŒr den gemĂŒtlichen Stadtbummel oder abends im schicken Lokal lĂ€sst er sich durch Zurren auf beinahe halbe Grösse reduzieren. Das schlichte schwarzmatte Design passt perfekt zum weiter oben beschriebenen «Kleinen Schwarzen» fĂŒr Camping-Girls 😅
Der Rucksack war ĂŒbrigens auch auf meiner Bike-Reise durch Myanmar dabei und brillierte dort sogar als Bike-Rucksack.

NatĂŒrlich hatte ich noch weitere Accessoires dabei, die mir gute Dienste erwiesen haben, doch die hier aufgefĂŒhrten gehören definitiv in die Kategorie „Schnuller-Kuchseldecke-TeddybĂ€r“.

Best of Botswana: Okavangodelta und Chobe Nationalpark

Nach dem wir am ersten Tag unserer Afrika-Reise die grandiosen VictoriafĂ€lle erkundet hatten (mehr dazu hier), ging es direkt zum Vorabend-Briefing fĂŒr die 9-tĂ€gige Intrepid-Tour „Botswana Highlights“, in der wir uns bereits von der Schweiz aus zwei PlĂ€tze gesichert hatten. An dem Briefing lernten wir die weiteren Tour-Teilnehmer kennen: ein Ehepaar aus Australien, eines aus Neuseeland und nebst uns beiden Schweizer-MĂ€dels ein weiterer Schweizer, ein Walliser, um genau zu sein (und das Wallis gehört ja strenggenommen auch zur Schweiz – Ă€xgĂŒsi 😜). Der Tourguide und der Chauffeur, beides simbabwische Staatsangehörige, brachten in jeglicher Hinsicht und auf wundervoll herzliche Art und Weise Farbe in unsere Gruppe.

Am nÀchsten Morgen ging es los. In unserem Tourbus verliessen wir das StÀdtchen Victoria Falls in Simbabwe und bald schon erreichten wir bei Kasane die Grenze zu Botswana.

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Unser Tourbus – ein tapferes Kerlchen 😉

Die Tour im Überblick

Unsere Rundreise startete in Victoria Falls (Simbabwe) und fĂŒhrte uns via Okavangodelta (Botswana) und dem Caprivi-Strip (Namibia) schliesslich in den wundervollen Chobe-Nationalpark (Botswana).

Elephant Sands

Botswana verfĂŒgt ĂŒber die grösste Elefantenpopulation der Erde. Über 130’000 DickhĂ€uter soll es hier geben. Unser Erwartungsrucksack an unser erstes Lager auf der Tour namens „Elephant Sands“ war somit entsprechend vollgepackt. Das Camp war denn auch tatsĂ€chlich zum Verlieben. In der Mitte des Areals befand sich ein Wasserloch. Auf der einen Seite des Ufers waren die wirklich sĂŒssen Bungalows verteilt. Auf der anderen Seite gab es ein nettes Restaurant und eine grosse Feuerstelle. Alles schien geradezu perfekt fĂŒr einen wildromantischen und hoch rELEFANTEN Abend in passender Lagerfeuer-Idylle angerichtet zu sein.

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My Home is my Castle. Die Bungalows waren sehr charmant und mit Schutzzonen vor Elefanten (auf dem Bild in Form von spitzen Steinen hinter dem Haus zu erkennen) abgesichert.
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Die Einrichtung war sehr einfach in einem sympathischen Safari-Style gehalten. Als Badezimmerwand diente eine schlichte Strohmatte, die lediglich als Sichtschutz diente. Weniger ist manchmal mehr.
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Die authentischen Safari-Bungalows waren um das Wasserloch angeordnet.

Leider streikten die Elefanten an dem Abend am Wasserloch, sodass wir Elephant Sands am nĂ€chsten Morgen ohne dickhĂ€utige Abenteuer wieder verliessen. Unter dem Strich kommt man in Botswana aber dennoch auf seine Elefanten-Kosten. TatsĂ€chlich querte  beispielsweise keine fĂŒnfzig Meter nachdem wir den Grenzposten nach Botswana passiert hatten, ein DickhĂ€uter die Landstrasse.

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Okavangodelta

Unsere Rundreise fĂŒhrte uns weiter nach Maun, der etwas charakterlosen Quasi-Hauptstadt des Okavangodeltas, und von dort weiter zur Guma Lagoon am sogenannten  Pfannenstiel der riesigen Salzpfanne. Die Strasse zwischen Maun und Guma ist auf hunderten von Kilometern in bedenklichem Zustand. Unser Chauffeur wich den grösseren Löchern im Strassenbelag so gut es eben ging aus, trotzdem wirbelte es uns auf unseren SitzbĂ€nken im hinteren Teil des Vehikels fast schon nach Belieben auf und ab und hin und her.
Endlich erreichten wir die Verladestation fĂŒr unser nĂ€chstes Camp. Hier liessen wir unseren Tourbus sowie unsere Taschen auf einem bewachten Parkplatz zurĂŒck und bestiegen mit unseren TagesrucksĂ€cken einen 4×4 Truck. Eine abenteuerliche halbstĂŒndige Fahrt brachte uns zur Guma Lagoon mitten im Delta, wo wir die nĂ€chsten zwei NĂ€chte verbrachten.

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Die Fahrt in unser Camp an der Guma Lagoon war nur per 4×4 zu bewĂ€ltigen. Wir liessen unseren Tourbus (im Hintergrund) auf einem bewachten Parkplatz zurĂŒck und liessen uns im Offroad-Truck (Vordergrund) zum Camp chauffieren.
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Der Weg zum Camp fĂŒhrte durch sumpfiges GelĂ€nde…
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Phasenweise galt es auch dicke Sandpisten zu bewĂ€ltigen. FĂŒr den Offroad-Truck ein Klacks 😉
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Endlich erreichten wir unser Camp mitten im Dschungel. Die Zelt-Chalets waren ĂŒberraschend konfortabel eingerichtet.

Seit wir in Victoria Fall gestartet waren, war das hauptsĂ€chliche Thema des neuseelĂ€ndischen PÀÀrchens, endlich ihre Kleider waschen zu können. Die beiden waren bereits einige Zeit unterwegs und von einer Tour durch den KrĂŒger-Nationalpark in SĂŒdafrika nahtlos in diese Botswana-Tour gestartet. Bisher bot sich den beiden jedoch nirgends Gelegenheit zum Waschen. Entweder aus zeitlichen GrĂŒnden oder aber mangels entsprechender Infrastrukur. Im Guma Lagoon Bush-Camp mitten im Okavangodelta hatten wir mit vielem gerechnet, aber bestimmt nicht mit einem professionellen WĂ€scheservice. Als die Camp-Vorsteherin bei der BegrĂŒssung im Rahmen ihrer allgemeinen Instruktionen rund um das Camp insbesondere ihren komfortablen Laundry-Service hervorhob, entglitten den NeuseelĂ€ndern sichtlich die GesichtszĂŒge. Ausgerechnet jetzt, wo wir nur gerade unsere TagesrucksĂ€cke und diejenigen KleidungsstĂŒcke dabei hatten, die wir auf uns trugen, ausgerechnet jetzt bestand endlich die Möglichkeit zum Waschen. FĂŒr alle Nicht-NeuseelĂ€nder auf der Tour war das ein wahrhaftiger Schenkelklopf-Moment 😂 und selbstverstĂ€ndlich wurde die Geschichte zum Runnig-Joke unserer restlichen Tour.

Am nĂ€chsten Tag erwartete uns ein wundervoller Tag in einer klitzekleinen Ecke des einzigartigen Okavangodeltas. Das ĂŒber 20’000 Quadratkilometer grosse Delta ist eines der grössten Feuchtgebiete des afrikanischen Kontinents und markiert das Ende des Okavango Rivers, der 1700 Kilometer weiter nördlich in den Bergen Angolas entspringt. Anstatt wie andere FlĂŒsse seines Kalibers sich zu einem der grossen Ozeane durchzuschlĂ€ngeln, hat sich der Okavango die Kalahari als Endstation ausgesucht, was fĂŒr ein Rebell. Das Wasser, das hier nicht einfach in der WĂŒste versickert oder verdunstet, wird dankbar von Flora und Fauna aufgenommen.
Die Regenzeit ist zum Zeitpunkt unserer Tour Mitte April gerade vorbei und das Delta wird sich nun in den nĂ€chsten Wochen und Monaten zunehmends fĂŒllen, bis es irgendwann zwischen Juni und August seinen Höchststand erreichen wird – just dann, wenn es im Umkreis von hunderten von Kilometern aufgrund der Trockenzeit sonst kein Wasser geben wird. Das Delta wird dann zum Schlaraffenland und zieht Wildtiere aus Nah und Fern an – was fĂŒr eine wundervolle Erfindung von Mutter Natur.
Per Mokoro, ein der geringen Wassertiefe angepasstes typisches Fortbewegungsmittel im Okavangodelta, liessen wir uns durch die von Papyrus und Seerosen gesÀumten KanÀle des Deltas schippern. Erinnerungen an den wundervollen Tag vor wenigen Monaten auf dem Inle-See in Myanmar wurden wach (mehr dazu im Artikel Myanmar: Bike-Reise durch das Land des LÀchelns. Und der Flip-Flops).

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Die KanÀle des Okavangodeltas sind von Papyrus und Seerosen gesÀumt. Ein wundervoller Anblick!
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Galant werden wir per Mokoro durch die KanÀle geschippert.
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In meinem Mokoro bin ich KapitĂ€n…
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Treue Begleiter wÀhrend des ganzen Tages waren unzÀhlige bunte Vögel. Hier ein Kingfisher.

Einige Kolleginnen und Kollegen unserer Gruppe hatten sich bereits tags zuvor aus der Vogelperspektive von der gigantischen Dimension des Deltas beeindrucken lassen. In Maun bestand nĂ€mlich die Möglichkeit einen Scenic-Flight ĂŒber das Delta zu buchen. Ich persönlich mag es, sicheren Boden unter den FĂŒssen zu wissen und verzichtete daher auf dieses Extra-Abenteuer.

Caprivi-Strip

Nachdem wir nach zwei Tagen im Okavangodelta per 4×4-Truck unseren regulĂ€ren Tourbus (und die neuseelĂ€ndische StinkwĂ€sche 😜) wieder erreicht hatten, fĂŒhrte uns die Reise weiter an den GrenzĂŒbergang zu Namibia. Auf der Bike-Safari durch Namibia lernte ich Nina, meine Freundin und Begleiterin des aktuellen Trips kennen. FĂŒr uns beide war die Einreise nach Namibia somit eine Art RĂŒckkehr zu den Wurzeln unserer Freundschaft und daher ein besonderer Moment. Der Abstecher nach Namibia war zwar nur eine Stippvisite, doch er fĂŒhrte uns in genau jene Region, die wir damals auf der Bike-Safari ausgelassen hatten: den Caprivi-Zipfel.
Caprivi bezeichnet den knapp 100 Kilometer schmalen und 500 Kilometer langen Landstreifen im Nordosten Namibias, der wie eine KĂ€sescheibe im Double-Cheeseburger zwischen den LĂ€ndern Botswana und Angola klebt. Auf der Landkarte könnte man ihn locker ĂŒbersehen. Wir ĂŒbersahen ihn nicht und genossen seinen einzigartigen Touch.
Wir logierten in einem tollen Chalet direkt am Ufer des Okavango mit Blick auf die Popa Falls und einzelne Krokodile, die sich chillig flussabwĂ€rts treiben liessen. Gegen Abend besuchten wir noch ein typisch caprivisches Dorf und erfuhren einiges ĂŒber das Leben in diesem schmalen Landstrich.

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Typische WohnhÀuser im Caprivi-Zipfel.

Eine Oma demonstrierte uns, wie sie eine Mahlzeit fĂŒr ihre Familie zubereitet. Als erstes werden Getreidesamen und NĂŒsse in einem Riesen-Mörser von Hand zermalmt. Nach der Halbzeit am Mörser, nimmt Omchen fĂŒr diesen Arbeitsgang die UnterstĂŒtzung ihres jungen, vor Energie strotzenden Enkels in Anspruch.

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Ein Enkel zermalmt gemĂ€ss Anweisung seiner Grossmutter Getreide und NĂŒsse.

Anschliessend setzt sich Oma auf den Boden und siebt das zermalmte Erzeugnis mehrmals sorgfĂ€ltig und geduldig aus, bis ein wunderbar feinkörniges Mehl in der handgefochtenen SchĂŒssel zurĂŒckbleibt. Beim Betrachten der Arbeitsumgebung, kann das eine oder andere Sandkorn in der fertigen Mahlzeit wohl nicht ganz ausgeschlossen werden (persönliche Mutmassung der Autorin).

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In mehreren DurchgĂ€ngen siebt Oma das zermalmte Getreide, bis ein feinkörniges Mehl ĂŒbrigbleibt. Als ArbeitsflĂ€che dient der Fussboden. Das wird bestimmt eine sehr impoSANDe Mahlzeit 😉

Schliesslich war die Zeit reif, ein kleines Feuer zu entfachen und einen Topf mit etwas Wasser aufzusetzen. Die paar Minuten, bis das Wasser kochte, nutzte Oma, um in einer SchĂŒssel Beeren zu einem Brei zu verarbeiten.

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Im Handumdrehen entfachte Omchen ein Feuer – ohne Streichhölzer, wohlverstanden!

Abschliessend wurden alle Zutaten auf dem Feuer gekocht. Das Ergebnis war eine Art Porridge – eine glibbrige Substanz, die sich mit blossen HĂ€nden  in mundgerechte Happen modellieren liess 😋
Ich fand diesen kleinen Einblick in den primitiven Alltag am Caprivi wahnsinnig spannend.

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Die vorbereiteten Zutaten werden aufgekocht und zu einem leckeren Porridge verkocht.

Chobe Nationalpark

Bereits am nĂ€chsten Tag verliessen wir Namibia wieder und kehrten nach Botswana zurĂŒck. Wenn unsere weitere Reise planmĂ€ssig verlĂ€uft, werden Nina und ich in ein paar Wochen ganz im SĂŒden am Fish River Canyon nochmals etwas Namibia-Luft schnuppern – Daumen drĂŒcken ist natĂŒrlich erlaubt 😉. Zuerst aber galt unsere volle Aufmerksamkeit dem letzten ganz grossen Highlight der Intrepid-Tour, dem Chobe-Nationalpark. Obschon der Park unmittelbar nach der Regenzeit wahnsinnig buschig und daher fĂŒr Tier-Entdeckungen gemĂ€ss Hochglanzprospekt nicht optimal ist, bekamen wir auf unseren zwei Morning-Game-Drives und der chilligen Sundowner Boot-Safari auf dem Chobe River allerhand zu sehen. Hier einige Impressionen.

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WasserbĂŒffel. Einer der Big Five.
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Dieses Foto entstand just in dem Moment, als der kleine. vorwitzige Kollege hier im Vordergrund gerade einen Angriff auf mich ausheckte und ich vor lauter Schreck rĂŒckwĂ€rts auf meinen Allerwertesten plumste und dabei aus Versehen auf den Auslöserknopf der Kamera drĂŒcke
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Eine kleine StÀrkung auf dem Morning Game Drive.
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Auch der Leopard gehört zu den Big Five. Ein wahrer GlĂŒcksfall, ihn zu Gesicht und vor die Linse zu bekommen.
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Das Gebiss der TĂŒpfelhyĂ€ne ist stĂ€rker als das eines Löwen. Nix wie weg da….
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Eine rELEFANTe Strassenquerung
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Eine absolut einzigartige Perspektive auf Natur und Wildlife bietet im Chobe Nationalpark eine Boot-Safari.
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Kudu-Weibchen am Ufer des Chobe River
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Im Chobe River gibt es viele Krokodile
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Sundowner Romantik auf dem Chobe River ❀
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Mystische Morgenstimmung am Chobe River.

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*sing* Springbock, Springbock, oh Springbock my Bonnie to me to meeee….
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Was guckst du? Giraffen sind ĂŒbrigens meine persönlichen Safari-Favoriten 😉
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Jösses….
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Was fĂŒr eine wundervolle Landschaft. Ich konnte mich gar nicht satt sehen.
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Dumm gelaufen… irgendwie.
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Baboons sind vielerorts im sĂŒdlichen Afrika eine wahre Plage. Auf der Safari und besonders in Huckepack-Pose sind sie einfach nur sĂŒss.
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Hallo Frau Löwe! Auch der Löwe zĂ€hlt zu den Big Five. *rĂ€usper* hĂ€tte ich den Sonnenuntergangsmodus an meiner Kamara vom Vorabend nicht noch aktiviert gehabt, wĂ€re das Bild vermutlich sogar scharf geworden 😏

Das war’s in KĂŒrze von unserer supertollen Intrepid-Tour. Weitere Berichte aus dem sĂŒdlichen Afrika folgen – stay tuned!

VictoriafĂ€lle: Ein imposanter Start in das Abenteuer im sĂŒdlichen Afrika

Als ich zusammen mit meiner Freundin vor drei Wochen die lange Reise ins sĂŒdliche Afrika antrat, hatten wir uns fĂŒr den ersten Abend in Afrika zwei banale Ziele gesetzt: erstens heil in Simbabwe, dem Ausgangsland unseres Afrika-Abenteuers anzukommen und zweitens nach unserer Ankunft ein paar kostbare Augenblicke am mĂ€chtigen Sambezi-River zu verbringen.
Kurz nach 14 Uhr checkten wir schliesslich wohlbehalten in unserem Hotel in Victoria Falls ein. Das erste Etappenziel war damit bereits erreicht. Also kĂŒmmerten wir uns direkt um den zweiten Teil des erklĂ€rten Ziels und fragten den freundlichen Onkel an der Hotel-Reception, was er uns denn unter dem Motto „chilliger Abend am Sambezi“ empfehlen könne. Als hĂ€tte er bereits mit dieser Frage gerechnet, schwĂ€rmte er uns wie aus der Pistole geschossen von der einzigartigen Sundowner-Cruise vor, wozu wir allerdings bereits in einer knappen Stunde abgeholt wĂŒrden. FĂŒr den Bruchteil von Sekunden fragten wir uns, weshalb um alles in der Welt wir bereits am helllichten Nachmittag zur Sundowner-Tour losziehen sollten. Schliesslich schien der Fluss nur ein Steinwurf entfernt zu sein, zumindest war sein SprĂŒhnebel bereits von der Strasse aus zu sehen. Nun, es war nicht der Zeitpunkt fĂŒr dupplige Fragen, sofern wir es rechtzeitig auf den Shuttle-Bus schaffen wollten. Und so konzentrierten wir uns also aus das Wesentliche, kramten lange, moskito-feindliche Kleidung aus unseren Taschen hervor,  schnappten unsere RucksĂ€cke, die Fotoapparate, den Antibrumm-Spray, die Wasserflaschen und zogen los.

Sundowner am Sambezi

Als um kurz nach 18 Uhr die Sonne direkt hinter den plantschenden Hippos am Horizont im Sambezi versank, war uns auch der Grund, weshalb wir zum Sundowner-Spektakel bereits nachmittags aufzubrechen hatten rasch klar. Uns der Tour spontan anzuschliessen war eine gute Entscheidung, denn so bekamen wir bereits an unserem allerersten Abend in Afrika knuffige Hippos, gĂ€hnende Krokodile und sogar einen Elefanten, der sich am Flussufer labte zu Gesicht. Ein perfekter Einstieg in unser Abenteuer im sĂŒdlichen Afrika.

Touristen fotografieren die malerische Szenerie auf dem Sambezi-River
Sundowner Cruise auf dem Sambezi-River, Simbabwe
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Ein Elefant labt sich in unmittelbarer NĂ€he zu einem Wohnhaus (das Dach ist im Hintergrund zu erkennen) am Ufer des Sambezi-River. Im Hintergrund ziehen weitere Elefanten vorbei.
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Cheers!
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Bereits kurz nach 18 Uhr versinkt die Sonne am Horizont. Was fĂŒr ein toller erster Abend im sĂŒdlichen Afrika!

Zum krönenden Abschluss des Ausflugs und als ob es die natĂŒrlichste Sache der Welt wĂ€re, prĂ€sentierte sich uns auf der RĂŒckfahrt mit dem Shuttle-Bus tatsĂ€chlich ein Elefant direkt am Strassenrand und winkte uns mit seinem RĂŒssel keck zu. FĂŒr einen kurzen Moment glaubte ich zu halluzinieren, doch rasch wurde mir bewusst, dass dies keine SinnestĂ€uschung, sondern die nackte afrikanische RealitĂ€t war.

Victoria FĂ€lle

Am nĂ€chsten Tag unternahmen wir eine kleine Wanderung zu den imposanten VictoriafĂ€llen, welche die gleichnamige Stadt Victoria Falls (Simbabwe) und Livingstone (Sambia) mit einem unfassbar tosenden „Leck-Du-mir-am-Tschööpli“ (schweizerdeutsch fĂŒr „Aber hallo, ey!“) trennen. Es ist wahnsinnig beeindruckend, welch gigantische Wassermenge hier so kurz nach der Regenzeit auf einer LĂ€nge von 1.7 Kilometern gute 100 Meter in die Tiefe braust. Der SprĂŒhnebel ist kilometerweit sichtbar – ein gewaltiges Naturspektakel.
Bereits an unserem zweiten Tag in Afrika waren wir froh, die Regenjacken kurzerhand aus dem Rucksack zĂŒcken zu können. Doch obschon der Spazierweg in einem grosszĂŒgigen Bogen um die FĂ€lle fĂŒhrt, waren wir am Ende ĂŒberall wo die Regenjacke keinen Schutz bot, bis auf die Haut klitschnass.

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„The Spray“ – der SprĂŒhnebel ist kilometerweit sichtbar.
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Trotz grosszĂŒgiger Distanz zu den FĂ€llen, empfiehlt es sich, sich in wasserdichte Kleidung zu hĂŒllen.

 

Unsere Wanderung fĂŒhrte uns schliesslich an der BrĂŒcke, welche die LĂ€nder Simbabwe (ehemals SĂŒdrhodesien) und Sambia (ehemals Nordrhodesien) mit einander verbindet vorbei weiter zu einem Aussichtspunkt auf die angrenzende Schlucht, durch welche sich der Sambezi unmittelbar nach den FĂ€llen als harmlos scheinendes FlĂŒsschen schlĂ€ngelt.

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BrĂŒcke zwischen Simbabwe (ehemals SĂŒdrhodesien) und Sambia (ehemals Nordrhodesien)
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Kaum zu glauben, dass das der gleiche Fluss, der wenige Meter weiter oben unter tosendem Rauschen und auf einer Breite von fast 2 km in die Tiefe stĂŒrzt.

An einer Informationstafel werden die drei wohl berĂŒhmtesten WasserfĂ€lle der Welt einander gegenĂŒbergestellt: die IguazĂș-FĂ€lle in Argentinien/Brasilien, die NiagarafĂ€lle in den USA/Kanada und eben diese unglaublich unglaublichen VictoriafĂ€lle hier direkt vor unseren vom SprĂŒhnebel immer noch leicht triefenden Nasen an der Grenze Simbabwe/Sambia. Die IguazĂș-FĂ€lle sind mit ihren 2.7 Kilometern Breite die breitesten FĂ€lle in der GegenĂŒberstellung, die NiagarafĂ€lle diejenigen mit dem grössten Wasservolumen und die VictoriafĂ€lle sind mit ihren gut 110 Metern Höhe die höchsten der drei Vergleichskandidaten. Gemeinsam haben meine Freundin und ich bereits alle drei Giganten besucht – eine stolze Bilanz!

Von hier geht unser Afrika-Abenteuer weiter nach Botswana (Okavangodelta, Chobe Nationalpark) und den Caprivi-Streifen (Namibia). Mehr dazu gibt es hier.

 

doedel’s Buchprojekt

Wer mir drĂŒben auf Twitter folgt, hat bereits mitbekommen, dass ich aktuell an meinem ersten Buch schreibe – einem autobiographischen Irgendetwas.  Na ja, soooo genau weiss ich noch nicht in welches Genre sich das fertige Produkt dann mal einordnen lassen wird. Bis dahin ist ja auch noch ein StĂŒck Weg… 😎

Falls du Lust hast, mich in meinem Buchprojekt zu unterstĂŒtzen und Teil des Reflexionsteams zu werden, freue ich mich auf ein Zeichen 👋 von dir per E-Mail. Gerne prĂŒfe ich dein Angebot.

Damit du dir ein Bild machen kannst, worauf du dich in etwa einlassen wĂŒrdest, hier ein kleiner Einblick ins Manuskript:

✍

(…) Es war ein freundlicher Samstag, der 14. April 2012. Die Sonne lachte vom Himmel und die FrĂŒhlingsblumen in den Töpfen vor dem KĂŒchenfenster leuchteten in saftigen Orange- und Violetttönen um die Wette. An dem Tag an sich gab es nichts auszusetzen. Aber Samstage, die auf den vierzehnten Tag eines Monats fallen, tragen nunmal ein fieses Schicksal: ihnen ist nĂ€mlich ein Freitag der Dreizehnte vorausgegangen. Und jener Freitag der Dreizehnte im April 2012 machte seinem Namen nun wirklich alle Ehre. (…)

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(…) Ich verstand die Welt nicht mehr. Noch nie zuvor hatte mich jemand verlassen. Ganze verflixte vierunddreissig Jahre lang nicht. Ausser mein Opa, damals, als ich zwölf war. Herzversagen. Aber sonst niemand.
Das GefĂŒhl, im Regen stehen gelassen zu werden, war völlig neu fĂŒr mich, entsprechend unbeholfen ging ich damit um. Wie so ein kleines MĂ€dchen, das sich zu Weihnachten nichts sehnlicher als diese eine Puppe gewĂŒnscht hatte, schliesslich aber enttĂ€uscht unter dem Tannenbaum sass und sich wimmernd damit abfand, weiterhin mit ihren alten Puppen spielen zu mĂŒssen. (…)

✍

(…) Die Knie zitterten, als ich das CafĂ© betrat. Ich war etwas verspĂ€tet, was mir nicht nur ziemlich peinlich war, sondern mir ausserdem eine schwĂ€chere Position in unserer allerersten Begegnung einbrachte. Ich musste nĂ€mlich davon ausgehen, dass Clemens sich bereits im Lokal befand, den Blick nicht von der EingangstĂŒr abwandte und mit fletschenden ZĂ€hnen und mit Sabber, der ihm aus den Mundwinkeln tropfte, meine Ankunft erwartete. (…) 

✍

(…) „Und wenn du jetzt lieber einen RĂŒckzieher machen möchtest, ist das okay. Es wĂ€re schade, aber okay. Verstanden?“

Es war, wie wenn du dir im Internet etwas bestellst und unmittelbar vor dem Klick auf den Senden-Button noch aufgefordert wirst, die allgemeinen GeschÀftsbedingungen zu akzeptieren.

Ich verliess mich auf meine Intuition, aktivierte die imaginĂ€re AGB-Checkbox, klickte auf den ebenfalls imaginĂ€ren Senden-Knopf und fand mich Sekunden spĂ€ter mitten auf … (…)

✍

(…) Mein Leben glich einem Seiltanz und es war nur eine Frage der Zeit, bis ich mit einem tollpatschigen Tritt aus dem Gleichgewicht geraten wĂŒrde. Das ist eben das Risiko, das man eingeht, wenn man sich auf dieses verrĂŒckte Spiel mit dem Feuer einlĂ€sst. (…)

✍

(…) FĂŒr ihn muss sich dieser Karfreitag wie die eigene Kreuzigung angefĂŒhlt haben. Als hĂ€tte man ihm stĂ€hlerne NĂ€gel durch seinen lebendigen Leib gebohrt. (…)

 

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Endlich 18! Gedanken zum Jahreswechsel

Obschon ich mir nicht viel aus VorsĂ€tzen zum neuen Jahr mache, so ist der Jahreswechsel doch stets ein guter Zeitpunkt fĂŒr eine sachliche Situationsanalyse und eine kritische Selbstreflexion.

Das Jahr 2017 war ein wahnsinnig intensives Jahr. In der Hitparade meiner intensivsten Jahre ever reiht es sich locker in den Top5 ein, vielleicht sogar in den Top3. Im Job war ĂŒber weite Strecken eine Extraportion Einsatz von mir gefordert. Aber auch privat, vor allem privat, galt es einige ausserordentliche Herausforderungen zu meistern.

Irgendwann im Sommer – ich drehte gerade genĂŒsslich am Rad und schnupperte bereits an meinen persönlichen Grenzen – da flĂŒsterte mir eine innere Stimme zu, dass es so nicht weitergehen sollte, nicht weitergeHEN KONNte, NICHT WEITERGEHEN DURFTE. Punkt.

Ein PlanB bzw. PlanDö (das Dö steht liebevoll fĂŒr DÖdel) musste her!

PlanDö

Am Anfang von PlanDö stand die radikale Auslegeordnung. Ich musste mir einen Überblick ĂŒber meine ziemlich verfahrene Situation verschaffen. Und so achtete ich fortan bei ALLEM was ich tat sehr bewusst darauf, was mir Energie raubte und was mir Energie gab.

Gretchenfrage: WOFÜR BRENNE ICH?

In einem zweiten Schritt nahm ich mir vor, Konsequenzen zu ziehen und Dinge, bei denen ich zur Überzeugung gelangt war, dass sie mir Energie raubten, kompromisslos loszulassen und dafĂŒr meinen Leidenschaften mehr Raum einzugestehen.
Seit meinem Total-Reset vor ein paar Jahren, pflege ich grundsĂ€tzlich einen ziemlich minimalistischen Lebensstil. Im Rahmen des Auslegeordnung-Prozesses wurde mir aber bewusst, wie viel Ballast sich ĂŒber die Jahre trotzdem angesammelt hatte. Angefangen bei unzĂ€hligen E-Mail-Newslettern, fĂŒr die ich mich gerĂŒchtweise selbst mal eingeschrieben haben soll đŸ€”Â und die ich seit Monaten, vielleicht sogar seit Jahren, schnurstracks aus meinem E-Mail-Postfach entferne – ungelesen, wohlverstanden. Über Schuhe und Kleider, die ausgelatscht oder einfach uncool geworden sind und geduldig in der hintersten Ecke des Kleiderschranks ausharren. Über Ă€tzende Aufgaben und Routinen, die sich klammheimlich in meinem Alltag eingeschlichen haben und irgendwie so gar nicht zu meiner kreativen Ader passen. Bis hin zu zwischenmenschlichen Verbindungen, die mich und mein autonomiebedĂŒrftiges Naturell nicht weiterbringen, schlimmsten Falls sogar blockieren…

Es ist bestimmt kein leichter Prozess (herrje, das Leben ist nunmal kein Ponyhof!), aber einer, der sich lohnt und einem in der Retrospektive das eine oder andere SchĂŒppchen von den Augen fallen lĂ€sst.
Ende Oktober besuchte ich schliesslich das Seminar THE BIG FIVE FOR LIFE und war von der Reich-und-GlĂŒcklich-Matrix total beeindruckt. Sie half mir, eine Struktur in mein Gedanken-Wirrwar zu bringen und lieferte mir plausible Argumente fĂŒr die Erkenntnisse aus meinem vorausgegangenen Auslegeordnungs-Prozess. (Mehr zum BigFiveForLife-Seminar gibt’s ĂŒbrigens hier.)

Welcome 2018

Nun ist es also da. Das neue Jahr. Zweitausendachtzehn! Viele Jugendliche sehnen ihr persönliches achtzehnte Jahr sehnlichst herbei. Wie eine Drohung verwenden sie es gegenĂŒber ihren Eltern:“Warte nur, bis ich achtzehn bin und ich endlich machen kann, was ICH will und was MIR gefĂ€llt!“

Sinnbildlich möchte ich dieses achtzehnte Jahr des 21. Jahrhunderts fĂŒr mich persönlich zum Anlass nehmen, wieder mehr von dem zu machen, was ICH will und was MIR gefĂ€llt. Schreiben gehört ĂŒbrigens dazu 😉

In diesem Sinne: Frohes Neues Jahr und hey!

do it đŸ’ȘđŸ»Â or donutÂ đŸ©

 

Myanmar: Bike-Reise durch das Land des LĂ€chelns. Und der Flip-Flops.

Ich bin weiss Gott schon weit herumgekommen auf dieser Erde. Ein Kontinent blieb von mir bisher jedoch unangetastet: Asien. Das hĂ€tte sich zwar lĂ€ngst Ă€ndern dĂŒrfen, aber ich stolperte stets ĂŒber die banalen W-Fragen. Wohin sollte ich denn konkret gehen? Wann wĂ€re ein idealer Zeitpunkt fĂŒr eine Asien-Reise? Wie wĂŒrde ich denn ĂŒberhaupt reisen wollen? Langer Rede, kurzer Sinn: so richtigrichtigrichtig wollte das Asien-Feuer in mir einfach nicht entfachen.

WĂ€hrend der LektĂŒre von Jan-Philipp Sendkers Burma-Serie jedoch wurde ich neugierig auf das geheimnisvolle und von Sendker geradezu brilliant beschriebene Land in SĂŒdostasien. Bald kristallisierte sich Burma als potenziell ideale erste asiatische Destination fĂŒr mich heraus. Fortan recherchierte ich also gezielt nach einem geeigneten Reisemodell. Einmal mehr wurde ich schliesslich auf der Website des Veranstalters Bike Adventure Tours fĂŒndig, dem ich bereits zwei unvergessliche Bike-Abenteuer (Kuba und Namibia) zu verdanken hatte. Und damit war die Sache dann relativ rasch klar und die Einschreibung reine Formsache.

Raider heisst jetzt Twix…

… und Burma heisst jetzt Myanmar.
… und Rangun heisst jetzt Yangon.
… und der Fluss Ayeryawady heisst jetzt Irrawaddy.
… und, und, und…

Es gibt tatsĂ€chlich einiges, was einem bzgl. Myanmar auf Anhieb irritiert. Angefangen beim Landesnamen. Wenn ich hierzulande jemandem erzĂ€hle, dass ich in Myanmar war, ernte ich meistens ein mit hochgezogenen Augenbrauen untermaltes, langgezogenes „HÀÀÀ?“. Wenn ich dann „Burma“ hinterherliefere, können die meisten Leute mehr mit meiner Aussage anfangen. Weiter geht es mit der grössten Stadt des Landes: Rangun heisst heute Yangon. Rangun… Ă€h… Yangon war bis vor ein paar Jahren die Haupstadt Burmas… Ă€h… Myanmars. Doch eines Tages befand einer, dass mal wieder etwas VerĂ€nderung angebracht sei und so wurde kurzerhand das StĂ€dtchen Naypyidaw mitten im damals noch weitgehend unerschlossenen Dschungel zur Hauptstadt ernannt.

Ein weiteres Resultat einer Ă€hnlichen Nacht-Nebel-Entscheidung findet sich im burmesischen Strassenverkehr. Burma war eine britische Kolonie. Die Autos in Myanmar sind somit rechtsgesteuert – „very british“ eben und insofern nichts SpektakulĂ€res. Allerdings fahren diese rechtsgesteuerten Autos nicht etwa wie man dies im Sinne von „very british“ erwarten wĂŒrde, auf der linken, sondern auf der rechten Fahrbahn. In der Konsequenz haben Autobusse ihre Ausstiege auf der linken Seite und so verliessen wir unseren Bus also stets zur Strassenmitte hin – nichts fĂŒr schwache Nerven, ey! 😉

Shwedagon Pagode: hier ist alles Gold, was glÀnzt

Myanmar wird auch „das Goldene Land“ genannt. SpĂ€testens wenn man barfuss durch die achteckige Terrasse der Shwedagon Pagode schlurft, zweifelt man keine Sekunde mehr an dieser Aussage. Denn hier ist tatsĂ€chlich alles Gold, was glĂ€nzt – wow!

Abendstimmung an der Shwedagon Pagode in Yangon, Myanmar/Burma
Shwedagon Pagode in Yangon: hier ist tatsÀchlich alles Gold was glÀnzt.

Am besten lĂ€sst man die energiegeladene AtmosphĂ€re rund um die Shwedagon Pagode unvoreingenommen und mit allen Sinnen auf sich wirken. Zur AbenddĂ€mmerung…

…dann, wenn das Licht am schönsten einwirkt und die goldene Kulisse geradezu mĂ€rchenhaft erstrahlen lĂ€sst.

…dann, wenn sich der Geruch von RĂ€ucherstĂ€bchen mit dem munteren Quietschen der FledermĂ€use und dem zarten Bimmeln der Glöcklein paart.

…dann, wenn hunderte friedvoller Buddhisten sich versammeln, um im Schneidersitz am Boden sitzend ihre Mantras zu rezitieren.

Ja dann, genau dann!

Kerzenmeer bei der Shwedagon Pagode in Yangon, Myanmar/Burma
Tolle Abendstimmung rund um die Shwedagon Pagode

Die acht Ecken der Terrasse reprĂ€sentieren ĂŒbrigens die Wochentage. In Myanmar zĂ€hlt der Mittwoch als doppelter Tag mit Vormittag und Nachmittag. Die Wochentage haben generell einen besonderen Stellenwert in Myanmar. So wird der Name eines Kindes nĂ€mlich nicht etwa durch die Eltern bestimmt, sondern er ergibt sich in astrologischer Konsequenz aus dem Zeitpunkt der Geburt.

Ich bin das shwedagonsche Achteck zweimal gelaufen und ich hĂ€tte es locker noch zwei weitere Male laufen können. Der Abschied von der Shwedagon Pagode fiel mir etwas weniger schwer, als uns unser Tour-Guide versicherte, dass wir auf unserer Reise noch ausreichend viele Pagoden und Buddha-Figuren sehen wĂŒrden.

Er sollte sowas von recht behalten! 😬

Mönch mit Smartphone vor einer Buddha-Figur bei der Shwedagon Pagode in Yangon, Myanmar/Burma
Ein Mönch mit Smartphone. Die Zeiten Àndern sich und sie Àndern sich rasant.

 

Die Reise im Überblick

Übersichtskarte der Reise durch Myanmar/Burma
Überblick der Reise. (Bildquelle: Bike-Adventure Tours.ch)

Nach zwei NĂ€chten in Yangon startete unsere Aktiv-Reise schliesslich mit einem Triathlon: drei FortbewegungsmittelÂ đŸ›©ïžÂ đŸšŽâ€â™€ïž đŸ›„ïž an einem Tag, tschagga.

Per InlandflugÂ đŸ›©ïž gings frĂŒh morgens von Yangon nach Heho auf knapp 1000 Metern. Direkt am Flugplatz in Heho warteten unsere Bikes auf uns. Hier wurden also als erstes die Ärmel hochgekrempelt, die mitgebrachten SĂ€ttel und Pedalen montiert, Bremsen und Federgabeln kontrolliert und dann ging es endlich los mit unserer Einrolltour đŸšŽâ€â™€ïžÂ und den ersten Bike-Kilometern in Myanmar. Erstes Etappenziel war der malerische Inle-See. Am Ufer des Sees wechselten wir unser Fortbewegungsmittel erneut und liessen uns bequem per Longtail-Boot đŸ›„ïžÂ zu unserer schicken Pfahlbau-Lodge mitten im See gondeln. Hach, hach….

Faszination Inle-See

Das Pfahlbauhotel
Skylake Inle Resort im Inle See

Der Inle-See ist bekannt fĂŒr seine Einbeinruderer. Um beide HĂ€nde fĂŒrs Fischen frei zu haben, wickeln die gelenkigen Burmesen nĂ€mlich das Ruder einfach mal eben um ein Bein und bewegen sich so wieselflink auf dem See fort.

Einbeinruderer beim Fischen auf dem Inle See in Myanmar/Burma
Einbeinruderer beim Fischen auf dem Inle See

Einige Kolleginnen und Kollegen unserer Reisegruppe liessen es sich nicht nehmen und versuchten sich selbst als Einbeinruderer. Die meisten scheiterten bereits daran, sich mit beiden FĂŒssen auf der Bootsspitze einigermassen ruhig und aufrecht zu halten. Einzelne schafften es, ein Bein dezent anzuheben. Das war’s! Keiner schaffte es, das Ruder um das Bein zu schlingen und lockerflockig draufloszupaddeln. Und so legten die Probanden den Fokus rasch auf einen möglichst eleganten Abgang vom Boot, um der Gruppe wenigstens eine coole Stunt-Show zu bieten.Â đŸ€žâ€â™‚ïžâž°đŸ€žâ€â™‚ïžÂ âž°đŸ™ƒ

Lotus-Seide: ganz schön edel,mann!

Den nÀchsten Tag verbrachten wir ausschliesslich auf dem Inle-See. Per Longtail-Boot wurden wir von einer Wow-Szenerie zur nÀchsten geschippert. So besuchten wir beispielsweise eine Lotus-Seiden-Weberei mitten auf dem See.

Lotus-Weberei auf dem Inle See, Myanmar/Burma
diese Burmesin demonstriert, wie aus den bis zu 2 Metern langen Lotusstengeln Webgarn gewonnen wird.

 

alter Burmese spinnt Faden
Das Leben und auch das Arbeitsleben findet in Myanmar grossmehrheitlich auf dem Boden statt

 

Webstuhl in der Lotus-Weberei auf dem Inle See, Myanmar/Burma
Die WebstĂŒhle hier werden mit Fuss-Pedalen bedient. Perfektes Bike-Training, eigentlich 🙂

 

Originell: die schwimmenden GĂ€rten

Mich persönlich haben die schwimmenden GĂ€rten auf dem Inle-See fasziniert. Auf einem Fundament aus Wasserhyazinthen werden hier Tomaten, Blumenkohl, Auberginen und Bohnen angebaut. Ein kulinarisches Muss ist ĂŒbrigens der Tomatensalat nach Art der Shan. Mmmmhhhh…. 😋

Schwimmende GĂ€rten auf dem Inle See, Myanmar/Burma
Die schwimmenden GĂ€rten auf dem Inle See werden mit Booten angelegt und bewirtschaftet.

 

Schwimmender Souvenir-Shop auf dem Inle See, Myanmar/Burma
Schwimmender Souvenir-Shop zwischen den schwimmenden GĂ€rten.

 

Flower-Power đŸŒș

Einer der schönsten Bike-Tage erlebte ich persönlich als wir durch die ĂŒppige burmesische Flora radelten und der Duft von Blumen und GemĂŒse unseren zarten Nasen schmeichelte.

Üppige Landschaft in Myanmar/Burma
Was fĂŒr eine herrlich ĂŒbbige Landschaft die sich uns hier prĂ€sentierte.

 

Blumenfeld in Myanmar/Burma
Blumen so weit das Auge reicht und die Nase riecht.

 

Blumen-MĂ€dchen beim Blumen pflĂŒcken in Myanmar/Burma
Blumen-MĂ€dchen Myanmar-Style.

Foto 27.11.17, 05 55 44

Reisverarbeitung in Myanmar/Burma
Hier wird gerade die Spreu vom Weizen… Ă€h… vom Reis getrennt.

 

Blumenkohl-Transporter (Ochsenkarren) in Myanmar/Burma
Blumenkohl-Transport

 

Bauernhof mit Tomatenlager in Myanmar/Burma
Bauernhof mit Tomaten-Lager.

 

Frauen-Power đŸ’Ș

Überrascht hat mich definitiv die Rolle der Frau in Myanmar. Viele handwerkliche und insbesondere körperlich anspruchsvolle Arbeiten werden nĂ€mlich hauptsĂ€chlich von Frauen ausgeĂŒbt.

Burmesische Frauen im Strassenbau
Der Strassenbau ist in Myanmar eine klare Frauen-DomÀne.

 

2 Burmesinnen formen Lehmsteine
Auch die Produktion von Lehmsteinen wird mehrheitlich von Frauenhand erledigt.

 

Eine Burmesin fÀhrt mit einer Schubkarre die Lehmsteine zum Trocknen
Die fertig geformten Lehmsteine werden nun zum Trocknen gefĂŒhrt.

 

Tausende von Lehmsteinen sind zum Trocknen an der Sonne aufgestellt.
Unser Tour-Guide Myint Than vor der topmodernen Lehmstein-Trocknungsanlage 😉

 

Eine Burmesin trÀgt einen Korb mit Sand auf dem Kopf
Ein solcher Korb mit nassem(!) Sand wiegt gut und gerne 30-40 Kilogramm. Also mir war mein 13kg schwerer Reiserucksack schon genug…

 

Back to School

Auf unserer Trekking-Tour ab Pindaya besuchten wir eine Grundschule in einem burmesischen Bergdorf. Schalk scheint hier Pflichtfach zu sein 😉

Winkende Kinder in einer burmesischen Schule
Die anfĂ€ngliche ZurĂŒckhaltung verflog…

 

3 Kinder sitzen in einer burmesischen Schulbank
… spĂ€testens als wir unser legendĂ€res „BuurebĂŒebli“ zum Besten gaben.

 

đŸšŽâ€â™€ïžÂ On đŸšŽâ€â™€ïžÂ The đŸšŽâ€â™€ïžÂ Road đŸšŽâ€â™€ïžÂ ToÂ đŸšŽâ€â™€ïžÂ MandalayÂ đŸšŽâ€â™€ïž

Ein anspruchsvoller Bike-Tag erwartete uns auf dem Weg nach Mandalay. Auf knapp 100 Kilometern galt es 1300 Höhenmeter zu bewĂ€ltigen. NatĂŒrlich bestand die Möglichkeit, zumindest Teilstrecken im Begleitbus zurĂŒckzulegen. Aber man reist ja schliesslich nicht um die halbe Welt, um dann freiwillig in der zweiten Reihe Platz zu nehmen… 😉

Screenshot der Tracking-App Runtastic
Gib eine Beschriftung ein

Marmor, Stein und Eisen bricht,
aber diese Buddhas nicht

Die geheimnisvolle und oft besungene Stadt Mandalay erkundeten wir tags darauf auf einer Sightseeing-Tour per Bike. Unter anderem besuchten wir eine Marmorsteinmetzerei.

Ein Burmese bearbeitet eine Buddha-Figur aus Marmorstein
Ein Burmese bearbeitet eine Buddha-Figur aus Marmorstein

 

Buddha-Figuren aus Marmor in Mandalay, Myanmar/Burma
Auch Buddhas haben ihre Ecken und Kanten.

Grosser WĂ€schetag am Flussufer

Einen weiteren Stopp legten wir am Ufer des Irrawaddy ein. Es ist wahnsinnig beeindruckend, mit wie wenig Besitztum sich die Burmesen hier arrangieren und ihr Leben auf primitivste Art und Weise meistern – stets mit einem LĂ€cheln im Gesicht. Und hey! dieses LĂ€cheln steckt an – wer in Myanmar schlechte Laune hat, ist selber schuld!
Man hat tatsĂ€chlich niemals den Eindruck, dass die Menschen hier unzufrieden wĂ€ren oder sich gar selbst bemitleiden wĂŒrden. Grund dafĂŒr hĂ€tten sie – gemessen an unseren europĂ€ischen MassstĂ€ben – sicherlich genug, aber sie tun es nicht. Von dieser Lebenseinstellung könnte dĂŒrfte sich manch ein Westlicher gerne eine fette Scheibe abschneiden…

WĂ€scheleinen mit bunten KleidungsstĂŒcken direkt am Ufer des Irrawaddy in Mandalay, Myanmar/Burma
Grosser WĂ€schetag. Auffallend im ganzen Land: die farbenfrohen und stets sauberen Kleider.

 

Zwei Burmesinnen waschen WĂ€sche in braunem Wasser. Myanmar/Burma
Bewunderswert wie weisse WĂ€sche unter diesen UmstĂ€nden weiss bleibt…Â đŸ€”

Mandalay Hill – Ja, ich will! ❀

Man ist nicht in Mandalay gewesen, wenn man nicht auf dem Mandalay Hill war. Ich weiss nicht wieviele Treppenstufen es genau sind, aber es sind einige. Hunderte. Vielleicht sogar tausende. Aus Ehrfurcht vor Buddha deponiert man seine Schuhe vor der ersten Stufe, die zu ihm, zu Buddha, hinauffĂŒhrt und legt den kompletten Treppenmarsch somit barfuss zurĂŒck. Überall sonst auf der Welt hĂ€tte ich mir fĂŒr einen solchen Kletter-Marsch vernĂŒnftiges Schuhwerk angeschnallt…

Turm auf dem Mandalay Hill, Myanmar/Burma
On the Very Top of Mandalay Hill.
Foto 07.12.17, 18 04 18
Als grossgewachsene EuropĂ€erin fĂ€llt man in Myanmar aus der Reihe und ist der Hingucker schlechthin. Gleich mehrmals durfte ich wĂ€hrend der Reise fĂŒr ein Selfie posieren.
Buddha-Figur auf dem Mandalay Hill, Myanmar/Burma
On the Very Top of Mandalay Hill trohnt er in seiner gewohnten Pose: der Buddha.

 

FĂŒr die einen ist es U-Bein…

… fĂŒr die anderen die lĂ€ngste Teakholz-BrĂŒcke der Welt. FĂŒr alle aber ist sie absolut bewundernswert, die ĂŒber einen Kilometer lange U-Bein-BrĂŒcke bei Mandalay.

Lange Teakholz-BrĂŒcke (U-Bein-BrĂŒcke) bei Mandalay, Myanmar/Burma
Egal, ob du O-Beine oder X-Beine hast: auf der U-Bein-BrĂŒcke sind alle Menschen gleich.

 

Ein Tag auf dem Irrawaddy River

Einen chilligen Tag verbrachten wir, als wir auf dem Irrawaddy River von Mandalay zur Pagoden-Hauptstadt Bagan tuckerten. Kurz nach Ablegen mussten wir allerdings nochmals fĂŒr ein StĂŒndchen an einer Sandbank ankern. Der Nebel war so dicht, dass man keine zehn Meter weit sehen konnte. Unser Tour-Guide war sichtlich perplex ob dieser ungewöhnlichen Wetter-Situation. Meine Theorie ist ja, dass die ĂŒberaus gastfreundlichen Burmesen ihn, also den Nebel, extra fĂŒr uns Aargauer organisiert hatten. Schliesslich sollten wir uns ja ein bisschen wie zu Hause fĂŒhlen… 🙄

Als sich der Nebel dann endgĂŒltig auflöste, genossen wir eine komplett neue Perspektive auf eine wunderschöne Landschaft.

Blick vom Boot auf eine grosse BrĂŒcke im Irrawaddy-River zwischen Mandalay und Bagan
*sing* Seemann, lass das TrĂ€umen, denk nicht an zuhaus…

 

Bagan: Hauptstadt der Pagoden und Tempel

Zum krönenden Abschluss fĂŒhrte uns unsere Reise nach Zentral-Myanmar und dort in die Pagoden-Hauptstadt Bagan. Myint Than, unser Tour-Guide, wusste eben schon, wovon er sprach. Damals. Am allerersten Abend. Beim Tuesday-Corner an der Shwedagon-Pagode. Ja, wir sahen noch viiiiieeeeele weitere Pagoden wĂ€hrend unserer zweiwöchigen Reise. Bei einigen Gruppen-Mitgliedern trat der Zustand „overpagoded“ bereits zu einem frĂŒheren Zeitpunkt ein. In Bagan waren aber wohl so ziemlich alle infiziert. 😜

Bike-Gruppe fÀhrt durch die Pagoden von Bagan.
Bike-Tour durch die Pagoden-Landschaft von Bagan. (Foto: Helen Marugg)

 

Flippst du schon oder floppst du noch?

Wer Flip-Flops mag, wird sich in Myanmar rundum wohl fĂŒhlen. Die kultigen Sandalen sind ja sowas von superpraktisch in einem buddhistischen Land, in dem man (gefĂŒhlt) alle paar Meter vor einer Schuhverbotstafel steht. Alle tragen sie:

  • die Einbeinruderer auf dem Inle-See,
  • die Mönche beim Einsammeln ihrer Opfergaben,
  • die MĂ€dels im Strassenbau,
  • die Busfaher beim Manövrieren ihrer rechtsgesteuerten Vehikel auf der linken Fahrbahn,
  • die Receptionistin im 4-Sterne-Hotel
  • einfach ALLE!

Unser burmesische Tour-Guide Myint Than absolvierte sogar die 6-stĂŒndige Trekking-Tour auf teilweise felsigem, glitschigen Terrain in Flip-Flops. Leckt’s MYANMARsch! 😜

Ich kann Myanmar als einzigartige, entschleunigende Reisedestination jedem wĂ€rmstens ans Herz legen.  DrĂŒben auf meiner Facebook-Seite findest du weitere Impressionen dieser unvergesslichen Reise. Viel Spass beim Stöbern.


Buch-Empfehlungen

Gebrauchsanweiung fĂŒr Myanmar von Martin Schacht. Tolle Inputs zur Vorbereitung und Einstimmung auf das Land und ein nĂŒtzliches Nachschlagewerk wĂ€hrend der Reise.

Burma-Serie (Herzenhören und Herzenstimmen) von Jan-Philipp Sendker. Mir wurde erst im Verlaufe der Reise bewusst, wie unglaublich authentisch die beiden BĂŒcher geschrieben sind. Wow, einfach nur wow!!!

Artikel weiterer Bike-Reisen

Bike-Safari durch NamibiaSim-Salsa-Bim: Verzaubert von Kuba

Safari zu den «BIG FIVE FOR LIFE» nach John Strelecky

Das vergangene Wochenende stand voll und ganz im Zeichen meiner persönlichen HerzenswĂŒnsche. Diese waren mir zu Beginn des Wochenendes selbst noch höchstens ansatzweise bekannt. Doch dies sollte sich bald Ă€ndern, denn das Ziel der drei Ă€usserst intensiven und dennoch wunderbar inspirierenden Seminartage an der ZĂŒrcher GoldkĂŒste war es, die eigenen HerzenswĂŒnsche zu erkennen und sich ihnen anzunĂ€hern. Schritt fĂŒr Schritt.

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Es gibt schlimmere Locations, um sich mit spannenden Lebensfragen auseinanderzusetzen. (EPI Park, ZĂŒrich.)

Wie es dazu kam

Im FrĂŒhling, ich war gerade auf der Suche nach einem passenden Geburtstags-Geschenk fĂŒr meine Afrika begeisterte Freundin, bin ich auf das Buch Safari des Lebens von John Strelecky gestossen. „Das ist es!“ dachte ich, „das ist das perfekte Geschenk.“ Hoch motiviert verliess ich damals den Buchladen, setzte mich zu Hause gleich hin und las das BĂŒchlein fast in einem Zug durch.
Ich fand die Geschichte zwar ganz nett, aber als Geburtstagsgeschenk fĂŒr meine Freundin dann irgendwie doch nicht ĂŒberzeugend genug. Die Frage nach dem Warum kann ich heute, eine Woche nach meiner Teilnahme am «BIG FIVE FOR LIFE»-Seminar, nicht mehr plausibel beantworten. Aber egal, damals war damals und damals passte es eben nicht. Ein alternatives Geschenk musste her und zwar dringend. Ich krempelte also meine Ärmel hoch und bastelte eigenhĂ€ndig eine „Geburtstagskarte Deluxe“ mit Safari-Feeling – guckt da: 🙂

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Nun aber zurĂŒck zu John Strelecky und seiner einzigartigen Interpretation von Safari des Lebens und den «Big Five for Life».

Im SpĂ€tsommer war mir der Lesestoff ausgegangen und so schnappte ich mir kurzerhand John Streleckys neuesten Streich, das Buch Wiedersehen im CafĂ© am Rande der Welt aus dem Bestseller-Regal bei Orell FĂŒssli. Das Buch handelt von einer jungen Workaholikerin, die vor lauter tun und lassen, was andere von ihr erwarten, ihre eigenen Ziele und WĂŒnsche aus den Augen verloren hat. Im CafĂ© trifft sie John, der sogleich zu ihrem Mentor wird und ihr dabei hilft, sich auf das, was wirklich zĂ€hlt zu besinnen.

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Die beiden Werke von John Strelecky, die ich mir bisher zu GemĂŒte fĂŒhrte.

Die Geschichte wird absolut schnörkellos erzĂ€hlt, ist daher fĂŒr jedermann leicht lesbar und durchaus inspirierend. Das Spannendste am ganzen Buch erwartete mich jedoch auf der letzten Seite, auf Seite 284. Hier entnahm ich nĂ€mlich den Hinweis auf Streleckys Seminar-Reihe «BIG FIVE FOR LIFE», welche direkt an seine BĂŒcher anknĂŒpft.
Neugierig rief ich die aufgefĂŒhrte Webseite auf und fand bald heraus, dass fĂŒr Ende Oktober ein erstes Seminar-Weekend in der Schweiz angeboten wurde. Die Ausschreibung und die online verfĂŒgbaren Schnupperlektionen ĂŒberzeugten mich schliesslich und **ZACK** war ich auch schon fĂŒr’s allererste «BIG FIVE FOR LIFE»-Seminar in der Schweiz eingeschrieben. ((an dieser Stelle bitte einen Trommelwirbel vorstellen))

Mit dem ❀ Herzen sieht und hört man am besten

Zusammen mit 15 weiteren Abenteurern startete ich also die Safari zu meinen ganz persönlichen HerzenswĂŒnschen, meinen «Big Five for Life» ❀
Unsere Reisebegleiter waren Brigitte Baumberger* und AndrĂ© Tietz – zwei Ă€usserst sympathische Menschen, die das Herz definitiv am rechten Fleck haben ((hier bitte einen herzlichen Applaus vorstellen)).

An den WĂ€nden des Seminarraums hatten Brigitte und AndrĂ© diverse Botschaften angebracht, die zum Nachdenken anregten. Auf mich hat das Plakat mit der „Sterbebett-Perspektive“ am stĂ€rksten gewirkt:

Foto 28.10.17, 14 13 50
P.S. nein, ich habe nicht vor, schon in 30 Jahren hier abzutreten 😉

Oder anders gefragt: Was wĂŒrde ich irgendwann bereuen und mich fragen:

„Ey, du langweiliges Luder, warum hast du eigentlich damals, in deinen besten Jahren, dieses oder jenes nicht gemacht? WA-RUM. hast. du. es. nicht. einfach. ge-macht, hĂ€?“

Brigitte und AndrĂ© haben uns mit wunderbar banalen Aufgaben auf die Reise zu unseren HerzenswĂŒnschen geschickt und uns dabei kompetent begleitet. Im Wesentlichen ging es darum, anhand einfachster Fragestellungen hĂ€ppchenweise unsere persönlichen Vorlieben zu ergrĂŒnden:

  • Warum zieht es uns an gewisse Orte oder in gewisse GeschĂ€fte immer wieder hin?
  • Warum schauen wir Romanzen (oder eben Krimis) am TV?
  • und, und, und….

Gerade weil die Aufgaben in ihrer BanalitĂ€t fast schon lĂ€cherlich anmuteten, rieten unsere Reisebegleiter uns immer wieder, die einzelnen Aufgabenstellungen nicht zu hinterfragen, sondern einfach dem Prozess zu vertrauen – „Trust the Process“, um es in den Worten von John Strelecky auszudrĂŒcken.

Reich und glĂŒcklich

Persönlich hat mich die Reich-und-GlĂŒcklich-Matrix wach gerĂŒttelt. In dieser Aufgabe ging es darum, unsere Alltags-TĂ€tigkeiten in den KĂ€stchen 1 bis 9 einzuordnen.

Foto 04.11.17, 21 05 54

Anhand eines kleinen Beispiels aus meiner eigenen Aufgaben-Schublade möchte ich das Prinzip der Matrix kurz erlÀutern.

Beispiel: Das BĂŒgeln von Hemden und Blusen muss ich eindeutig dem KĂ€stchen 8 zuordnen: bĂŒgeln kostet mich zwar nichts (ausser Nerven, herrje), aber ich HASSE es zu bĂŒgeln. BĂŒgeln macht mich ĂŒberhaupt nicht glĂŒcklich. Nun lohnt sich natĂŒrlich die Frage, ob ich denn irgendetwas an dieser Situation verĂ€ndern könnte. Klar könnte ich!  Ich könnte eine BĂŒgelfrau engagieren und damit eine Verschiebung der ungeliebten TĂ€tigkeit ins KĂ€stchen 1 erwirken. Die Frage ist, ob ich bereit bin, zur Erreichung der vollkommenen Happyness in diesem Beispiel Geld auszugeben.

NatĂŒrlich gilt es im Leben wesentlich kniffligere Aufgaben zu bewĂ€ltigen, als das BĂŒgeln von Hemden und Blusen. Bei den wirklich zentralen Aufgaben unseres Wesens lohnt sich eine sorgfĂ€ltige Evaluation. Die Reich-und-GlĂŒcklich-Matrix wird hier zur Schaltzentrale mit komplett flexiblen Reglern, womit sich die fĂŒr uns stimmigen Nuancen je Szenario bequem einstellen lassen.

Ich kann diese Art der Reflexion wirklich jedem ans Herz legen. Was fĂŒr eine Bereicherung, sich mal in aller Ehrlichkeit bewusst zu machen, wieviel Zeit unseres kostbaren Lebens wir letztlich fĂŒr Dinge aufwenden, fĂŒr die wir nicht brennen. Heiliger Bimbam, ey!

HerzenswĂŒnsche leben

Eine passende Bereicherung des Seminars war der Film Mit Herz und Hand mit Anthony Hopkins in der Hauptrolle. Der Film spielt in den sechziger Jahren und erzĂ€hlt die wahre Geschichte des NeuseelĂ€nders Burt Munro, dessen Herzenswunsch es war, mit seiner wĂ€hrend 25 Jahren selbst „gebastelten“ Indian die legendĂ€re Bonneville Speed Week zu rocken. Die Reise von seiner Heimat Neuseeland nach Utah, USA verlief nicht ohne Komplikationen und erforderte eine tĂŒchtige Portion an Improvisation – sowohl von Burt, als auch von seinem Umfeld. Doch Burts eiserner Wille war stĂ€rker als jedes vermeintliche Hindernis…
Ich hatte den  Film zuvor noch nie gesehen. Die Geschichte berĂŒhrte mich, keine Frage. Und sie entlockte mir Erinnerungen an meine eigene Zeit, die ich vor einigen Jahren am und um den grossen Salzsee bei Bonneville erlebte. Leider habe ich damals noch nicht gebloggt und kann an dieser Stelle daher keine Geschichte aus meinem Anekdoten-Fundus anbieten 😉

Auch Udo JĂŒrgens‘ Ich war noch niemals in New York erhielt seinen verdienten Platz in unserem «Big Five For Life»-Seminar. Hinter diesem Song verbirgt sich eine meiner persönlichen Lieblings-Anekdoten. Witzig ist insbesondere, dass ich den Entschluss, endlich mal selbst nach New York zu reisen, damals mitten im namibischen Outback und damit quasi direkt bei den „wahren Big Five“ in Afrika gefasst hatte. Mehr dazu im Artikel Milchstrasse vs. Time Square: Vom afrikanischen Lagerfeuer an den Time Square in New York.

The «Big Five for Life»

Zugegeben, ich bin in der Erwartung in das Seminar gestartet, dass ich am Ende des dritten Tages, konkrete Ziele benennen kann, wie z.B, „ich will den Kilimandscharo besteigen“ oder „ich will in meinem Leben drei Kinder gebĂ€ren“. SpĂ€testens im Verlaufe des zweiten Tages wurde mir aber klar, dass  es gar nicht darum geht, seine HerzenswĂŒnsche bis aufs i-TĂŒpfelchen prĂ€zise und konkret formulieren zu können. «Big Five for Life» nach John Strelecky lĂ€sst totale Freiheit zu – auch was die Flughöhe und die Formulierung betrifft. Wichtig ist am Ende nur, dass man sich in seinen HerzenswĂŒnschen selbst wiederfindet und ihnen einen gebĂŒhrenden Platz im Leben zugestehst.

In diesem Sinne: do it đŸ’ȘđŸ»Â or donutÂ đŸ©

* Mehr Infos zu Brigitte Baumberger und den «BIG FIVE FOR LIFE»-Seminaren in der Schweiz gibt es auf der Webseite von Baumberger Coaching

6 Tipps fĂŒr einen perfekten Tag in Barcelona

Vor fĂŒnf Jahren besuchte ich Barcelona zum ersten Mal, seither kehre ich jedes Jahr in die Hauptstadt Kataloniens zurĂŒck. Wie es zu meiner starken Verbundenheit mit dieser wundervollen Stadt kam, erzĂ€hle ich dir im Artikel BarceLOVEna, der Play-Button zu meinem neuen Leben.
Ich bin gerade von meinem fĂŒnften Barcelona-Besuch zurĂŒck und verrate dir in diesem Beitrag sechs Tipps fĂŒr einen perfekten Tag in Barcelona.

1. FrĂŒhstĂŒck bei Buenas Migas

FrĂŒh stĂŒckt sich, wer einen tollen Tag erleben will!

Deshalb beginnt mein Logo Buenas Migas Focacceriaperfekter Barcelona Tag definitiv in einer der ĂŒber die ganze Stadt verteilten Buenas Migas Filialen. Dort gönne ich mir eine grosse Tasse Kaffee, ein Natur-Joghurt mit frischen FrĂŒchten und dazu einen Scone oder einen Flapjack. Oder beides. 😋

2. Überblick verschaffen

Ich mag es, den Überblick ĂŒber eine Situation zu haben – nicht nur beim Reisen, sondern generell in allen Lebenslagen. Auch wenn ich inzwischen bereits mehrmals in Barcelona war und die Stadt eigentlich ziemlich gut kenne, so verschaffe ich mir trotzdem jedes Mal zuerst einen Überblick und lasse mich einfach mal von der enormen Bandbreite an Möglichkeiten die sich mir hier bieten inspirieren:

  • Worauf habe ich Lust?
  • Wo zieht es mich zuerst hin?
  • Was möchte ich hier erleben?

Um sich ein Big Picture ĂŒber Barcelona zu verschaffen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ich entscheide mich jeweils spontan fĂŒr eine oder auch zwei der nachfolgend vorgestellten Varianten.

Überblick-Variante A: Park GĂŒell

Der ĂŒber der Stadt angelegte, malerische Park von Antoni GaudĂ­ zĂ€hlt zum UNESCO-Welterbe. Von verschiedenen Stellen des Parks geniesst man ein herrliches Panorama ĂŒber die Stadt. Besonders beliebt ist die Hauptterrasse.<<
al ob man Gaudís Schnörkeleien mag oder nicht: in Barcelona kommt man nicht darum herum. Gaudí ist Barcelona und Barcelona ist Gaudí.

Blick vom Park GĂŒell auf die Stadt Barcelona

Eingang zum Park GĂŒell in Barcelona
Park GĂŒell: Eingang

Viadukt im Park GĂŒell, Barcelona

Überblick-Variante B: Tibidabo

Mit seinen 500 Metern ist der Tibidabo der Hausberg Barcelonas. Vom Panorama-Restaurant oder einer der Bars aus kann man bei einer Tasse Kaffee (oder einem Glas Sangria) entspannt die wahre Dimension dieser wundervollen Stadt in sich aufsaugen. GemĂ€ss ReisefĂŒhrer soll schon die Fahrt in den offenen Tram-Waggons der TramvĂ­a Blau (ab Av. de Tibidabo, Plaza John F. Kennedy) ein tolles Erlebnis sein. Mir persönlich blieb die TramvĂ­a Blau bisher leider nicht vergönnt. Einmal bedingt durch meinen aussersaisonalen Besuch, denn die TramvĂ­a Blau verkehrt nur von Juni-November (von Dezember-Mai fĂ€hrt ein stinknormaler Bus hoch, was aber natĂŒrlich nichts an der tollen Aussicht Ă€ndert). Bei meinem diesjĂ€hrigen Versuch machte mir schliesslich der katalonische Generalstreik einen Strich durch die Rechnung: Die TramvĂ­a Blau streikte nĂ€mlich mit. C’est la vie.

Überblick-Variante C: Montjuïc

AnlĂ€sslich der olympischen Spiele von 1992 wurde der MontjuĂŻc krĂ€ftig aufgebretzelt und ist heute ein schöner Park mit diversen Attraktionen (Museen, Botanischer Garten, Olympisches Stadium, etc.). Der MontjuĂŻc wird auch „die grĂŒne Lunge der Stadt“ genannt.<<
r MontjuĂŻc ist mit seinen 172 Metern Höhe gut zu Fuss erklimmbar – beispielsweise von der Plaza España aus. Hinunter empfiehlt sich die Fahrt mit der Hafenseilbahn bis nach Barcelonetta. Romantisch schweben die roten Gondeln ĂŒber den alten Hafen, den Port Vell hinweg und befördern dich direkt zu Barcelonas StrĂ€nden (mehr dazu dann spĂ€ter).

Seilbahn gondelt vom Mont Juic ĂŒber den Port Vell zu den StrĂ€nden von Barcelonetta

Überblick-Variante D: La Pedrera

Ebenfalls einen tollen Überblick auf die Stadt geniesst man von der Dachterrasse der La Pedrera / Casa MilĂĄ, GaudĂ­s berĂŒhmtestem Haus. La Pedrera befindet sich an der schicken Passeig de GrĂ cia. Im Gegensatz zu den Überblick-Varianten A-C (oben) befindet sich diese Aussichtsplattform also nicht ausserhalb des Stadtzentrums, sondern mitten drin.

La Pedrera, BacelonaSchwungvolle Dachterrasse der La Pedrera, Bacelona

3. La Sagrada Familia

Die Sagrada Familia gilt als Wahrzeichen Barcelonas und darf auf keinem Barcelona-Besuch fehlen. Wenigstens von aussen sollte man sich die „ewige Baustelle“ unbedingt zu GemĂŒte fĂŒhren. Wer die Basilica von innen besichtigen möchte, braucht viel, sehr viel Geduld – oder aber ein Online-Ticket, mit dem man sich zu einem definierten Zeitfenster vor Ort einfinden muss und dann frech an der Warteschlange vorbeiziehen darf. Ich bin a) kein besonders geduldiger Mensch und liebe es b) mich spontan und abhĂ€ngig von der jeweiligen Tagesform durch eine Stadt zu bewegen. Beides sind keine optimalen Eigenschaften fĂŒr eine Besichtigung der Sagrada Familia… 🙄 aber beim nĂ€chsten Mal, beim nĂ€chsten Mal schaffe ich es, grosses Indianerehrenwort!

Total-Ansicht der La Sagrada Familie in Barcelona

4. Barri GĂČtic

Das Barri GĂČtic (das gotische Viertel) ist das Herz Barcelonas. Man hat Barcelona nicht gesehen, wenn man sich nicht im Labyrinth aus malerischen Gassen und GĂ€sslein rund um die Kathedrale verirrt hat.

Kathedrale im Gothischen Viertel von Barcelona Das Barri GĂČtic ist auch ein idealer Ort, um sich einer sĂŒssen Versuchung hinzugeben. Wie wĂ€r’s also mit einer Crema Catalana 😋 oder mit Churros con Chocolate Caliente? 😋

Crema Catalana
Crema catalana

 

Churros con chocolate caliente
Churros con chocolate caliente

5. Barcelonetta ❀

An der kilometerlangen Strandpromenade bei Barcelonetta stolpere ich liebend gerne von einem Chiringuito (StrandcafĂ©) zum nĂ€chsten, geniesse das entspannte, fröhliche Treiben und lasse dabei einfach meine Seele baumeln. 😊

Blick aus einem Strandcafé auf das Hotel W in BarcelonaSkulptur (rostiger Turm) in Barcelonetta, BarcelonaBlick von einem Strandcafé auf das Hotel W in Barcelona. Im Vordergrund: Sangria und OlivenSelfie in einem Strandcafé in Barcelonetta, Barcelona

Hach ja, es ist besonders nett da, in Barcelonetta 😎

6. Schlummertrunk in La Xampanyeria

Mein perfekter Tag in Barcelona endet mit einem Schlummertrunk in der rappelvollen La Xampanyeria an der Carrer de la Reina Christina 7.

Ein Glas mit Cava in der Xampanyeria, BarcelonaMunteres Treibn in La Xampanyeria, Barcelona Das emsige Treiben in der Kult-Bar lĂ€sst sich mit Worten kaum beschreiben – man muss dabei gewesen sein, um zu verstehen, was hier so unglaublich unglaublich ist – cheers! đŸŸ

¥Nos vemos en Barcelona, olé!

Warst du auch schon in Barcelona? Was sind deine Highlights und Tipps?

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