doedels #bucketlist

Der Begriff „bucketlist“ stammt aus den USA und steht fĂŒr eine Liste mit Dingen, die man vor dem Tod unbedingt erleben oder erledigen möchte. Jeder, der etwas auf sich hĂ€lt, fĂŒhrt eine solche „ToDo-Liste“ – wenn nicht schwarz auf weiss, dann zumindest im Kopf… die Gedanken sind ja bekanntlich frei.

Ich habe spontan mal ein paar EintrĂ€ge fĂŒr meine persönliche „bucketlist“ zusammengetragen und behalte mir das Recht vor, die AufzĂ€hlung bei Bedarf zu erweitern oder zu Ă€ndern. Die Reihenfolge der EintrĂ€ge ist rein zufĂ€llig und gibt – ausser bei Punkt 1 – keinen Aufschluss ĂŒber die PrioritĂ€t. Ach und noch was: durchgestrichen steht fĂŒr eine bewusste Abgrenzung, ein gut ĂŒberlegtes No-Bucket, also 😉

  1. GESUND, ZUFRIEDEN und DANKBAR bleiben –> ongoing project!
  2. Nordlicht bestaunen
  3. Spanisch lernen (so richtigrichtig) –> ongoing project!
  4. mich am „Edelmann“ in Barcelona beteiligen und dafĂŒr sorgen, dass der Laden so richtig zum fliegen kommt (⇒ Notiz an mich: zuerst Punkt 3 anpacken)  –> das „Edelmann“ ist leider pleite gegangen (hĂ€tten die mich mal lieber ran gelassen! đŸ€š) 
  5. Einen MillionÀr heiraten
  6. Roadtrip von Chicago nach New Orleans
  7. Im Zug von Daresalam nach Kapstadt tuckern (⇒ Notiz an mich: in diesem Zusammenhang Punkt 5 nochmals eine Chance geben?!??)
  8. irgendwas mit Atacama… ⊗  did it! 😊  ⇒ Atacama-Trekking: dĂŒnne Luft, fette Panoramen
  9. Valparaiso, Chile
  10. VictoriafĂ€lle, Sambia/Simbabwe ⊗  got it! 💩 ⇒ VictoriafĂ€lle: Ein imposanter Start in das Abenteuer im sĂŒdlichen Afrika
  11. Roadtrip nach BarceLOVEna
  12. ein Buch schreiben –> ongoing project
  13. den Kilimandscharo umrunden, Ngorongoro
  14. Okavangodelta, Botswana ⊗  done đŸ€© ⇒ Best of Botswana: Okavangodelta und Chobe Nationalpark
  15. Mich vor Ort ĂŒberzeugen, ob die MĂ€nner in Buenos Aires tatsĂ€chlich so wow sind, wie immer alle behaupten (==> Notiz an mich: Punkt 3 vertiefen… đŸ€”Â oder vielleicht besser nicht…?!???)
  16. Cusco, Rainbow Mountain, Peru
  17. Salar de Uyuni, Bolivien ⊗  was there 😊 ⇒ Bolivien: Trekking durch den Altiplano
  18. Bikereise durch Myanmar ⊗ done đŸ’Ș ⇒ Myanmar: Bike-Reise durch das Land des LĂ€chelns. Und der Flip-Flops.
  19. Roadtrip Alaska-Highway – Panamericana – Carretera Austral
  20. Patagonien
  21. In Neuseeland SchÀfchen zÀhlen
  22. Meditieren in Chiang Mai oder Ayurveda-Kur in Indien. Oder beides 😉
  23. [[coming soon – stay tuned :-)]]

Do it or Donut – Das Leben ist ein Willisauer-Ringli

Ich hatte kĂŒrzlich drĂŒben bei Twitter die Management-Trainerin Diana Dreeßen aus einem ihrer BĂŒcher zitiert:

Frei zu sein bedeutet,

das zu sein, was man ist,
das zu tun, was man kann,
und so zu leben, wie man will.

(Diana Dreeßen)

FĂŒr diesen Tweet habe ich einige Zustimmungen erhalten. Doch es war auch ein skeptisches Feedback dabei. Einer meiner Follower meinte nĂ€mlich, dass dies doch pure Illusion sei, dass er die ersten beiden Aussagen zwar noch einigermassen gelten lassen könne, der dritte Punkt jedoch schlicht Quatsch und in der Umsetzung unmöglich sei. Schliesslich gĂ€be es Leute wie ihn, mit Verpflichtungen im Leben – sei es privat oder geschĂ€ftlich.

Mich irritierte dieser Affront, doch ich brach die Diskussion ab, bevor sie richtig entfachen konnte. Ich diskutiere nie auf Twitter. Gehaltvolle, gerne auch kontroverse Diskussionen fĂŒhre ich lieber offline – bei einem Glas Wein oder einer guten Tasse Kaffee.

Die Reaktion des Followers veranlasste mich dennoch dazu, den Sachverhalt des Zitats fĂŒr mich persönlich nochmals tiefgrĂŒndiger zu reflektieren, denn offenbar lĂ€sst es Interpretationsspielraum zu, den ich spontan ĂŒbersehen hatte. Ich möchte die Gelegenheit daher nutzen, hier meine persönliche Interpretation von „frei sein“ darzulegen.

SpĂ€testens seit meinem persönlichen Total-Reset vergleiche ich das Leben immer mal wieder gerne mit einem Willisauer-Ringli. Na ihr wisst schon, dem legendĂ€ren Keks aus dem Luzerner Hinterland. Typisch fĂŒr das GebĂ€ck ist das Loch in der Mitte… logo, sonst wĂ€r’s ja kein Ringli 😉

willisauerringli
Bild-Quelle: http://www.hug-luzern.ch

Das Rezept des Kult-GebĂ€cks ist denkbar einfach: diverse leckere Zutaten werden zu einer homogenen Masse verarbeitet und sorgfĂ€ltig um ein Loch herum angerichtet. Anschliessend wird das Ganze bei knapp 200 Grad Celsius in den Ofen geschoben. Vorausgesetzt man erwischt den richtigen Zeitpunkt, das Backblech wieder aus dem Ofen zu ziehen, kommt dabei etwas saumĂ€ssig Leckeres mit einer gewissen, durchaus gewollten, Bisshaftigkeit heraus. Wenn man den richtigen Zeitpunkt jedoch verpasst oder aber die falschen Zutaten mixt, kann der Schuss allerdings auch nach hinten losgehen – das Ergebnis wird (zu) hart, zu fad oder im Extremfall sogar ungeniessbar.

Im ĂŒbertragenen Sinne ist doch auch unser Leben in seinem jungfrĂ€ulichen Ursprung erstmal einfach ein Hauch von Nichts – ein Loch, quasi. Und wir allein bestimmen im Verlaufe unserer Lebensreise, wie wir uns mit und um dieses Loch herum arrangieren. Dazu bedienen wir uns diverser Zutaten: sĂŒsse, salzige, saure, knackige, manchmal auch bittere. TĂ€glich bestimmen wir aufs Neue, was wir unserem persönlichen Guetzli-Teig beifĂŒgen, mit wieviel Energie und Euphorie wir ihn zu einer fĂŒr uns stimmigen Masse verarbeiten und wie knusprig wir unsere Kekse im Ofenrohr schliesslich werden lassen.

FĂŒr mich ist das GefĂŒhl frei zu sein daher primĂ€r eine Frage der Einstellung zum Leben und gegenĂŒber der eigenen kleinen Welt. Völlig unabhĂ€ngig von Besitztum, beruflicher und familiĂ€rer Verpflichtungen, politischem Engagement und was man hier sonst noch alles aufzĂ€hlen könnte.

Jeder ist bekanntlich seines eigenen GlĂŒckes Schmied und so komme ich zur uneingeschrĂ€nkten Überzeugung, dass das Zitat von Diana Dreeßen fĂŒr mich stimmig ist und zwar genau so, wie es da steht, genau so. Punkt.

Übrigens: aus dieser Geschichte entwickelte sich spĂ€ter mein Credo. Das Willisauer-Ringli hat hier einfach einem Donut Platz gemacht 😉

do it đŸ’ȘđŸ»Â or donutÂ đŸ©

Nimm dein Leben in die Hand, folge deiner Intuition und tue was DU fĂŒr richtig hĂ€ltst.
Denn wer nichts wagt, futtert am Ende ein Leben lang Junk in sich hinein.