Biketour durch das malerische Elsass

Zu meinem Geburtstag, welcher, wie es sich fĂŒr ein anstĂ€ndiges Sommerkind nunmal gehört, mitten im Hochsommer liegt, gönne ich mir jeweils gerne ein spezielles Outdoor-Abenteuerchen. Dieses Jahr stand eine 1 bis n-tĂ€gige Biketour durchs Elsass auf dem Programm.

Mein Tagesmotto:
Radle glĂŒcklich đŸ€© đŸšŽâ€â™€ïž
radle froh đŸ€  đŸšŽâ€â™€ïž
Ă€lter wirst du sowieso 🎂

Von Basel nach Strassburg sind es rund 140 tendenziell leicht abfallende Kilometer, was theoretisch an einem Tag zu schaffen wĂ€re. Mit dem „n“ hielt ich mir jedoch bewusst das TĂŒrchen fĂŒr spontane Ideen offen – man soll die Feste schliesslich feiern wie sie fallen.

Tag 1: Basel > Colmar (105km)

Zuerst gings mit Zug und Tram bis Weil am Rhein bei Basel.

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đŸ‘©â€đŸŠ°Â â€žSag mal, liebes DrĂ€mmli, warum ist es denn da wo wir hinfahren so schön?“ 

🚋 „Weil am Rhein!“ 

đŸ‘©â€đŸŠ°Â â€žJÀÀsooo.“

In Weil galt es den europÀischen Rhein-Radweg (Route 15) ausfindig zu machen und dann gings auch schon los nordwÀrts. Der Rhein-Radweg ist an sich ein komfortabler Kiesweg, der jedoch aufgrund der heftigen RegenfÀlle vom Vortag stark aufgeweicht war, was das Anspruchsniveau um eine halbe Nuance anhob.

Als ich das malerische Breisach erreichte, hatte ich 65 Kilometer in den Beinen und einen knurrenden Magen der nach Kohlenhydraten lechzte. Also suchte ich mir ein lauschiges PlĂ€tzchen in einem gemĂŒtlichen Strassen-CafĂ© und stĂ€rkte mich mit Badischen Maultaschen auf Salatbouquet und einer erfrischenden Apfelsaftschorle.

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Kohlenhydrate. So wichtig.

Die ersten nennenswerten Höhenmeter der Tour galt es bei der Besichtigung des StÀdtchens Breisach zu bewÀltigen.

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Malerisches Breisach DE.

GemĂ€ss der Routenbeschreibung fĂŒhrt der Rhein-Radweg auf der französischen Seite ab Breisach bzw. Neuf-Brisach bis Artzenheim abwechslungsreich durch Dörfer und Felder. Das klang nach einer prĂŒfenswerten Alternative zum eher monotonen, teilweise matschigen Kiesweg auf der rechten Rhein-Seite. Nach eineinhalb Maultaschen stand mein Entschluss fest: ja, ich wollte meinen Weg auf der französischen Seite des Rheins fortsetzen!

☝ „Attention, mesdames et messieurs, j’arrive!!!“

Nach der Mittagspause war zunĂ€chst volle Konzentration fĂŒr den Seitenwechsel gefordert. Als Quereinsteiger auf der linken Rhein-Route muss man sich nĂ€mlich zunĂ€chst auf dichtbefahrener Hauptstrasse bis zum offiziellen Rhein-Radweg durchschlĂ€ngeln – stets auf der Hut, nicht irrtĂŒmlicherweise die Autobahnauffahrt zu erwischen (Anmerkung: die Autobahntafeln sind in Frankreich blau, so wie in der Schweiz die Hauptstrassenschilder.)

Kurz vor Kunheim ballte ich stolz die Faust in die Luft, als ich den Rhein-RhĂŽne-Kanal erreicht hatte. Jetzt musste ich nur noch immer schön dem Kanal folgen und wĂŒrde Strassburg in den frĂŒhen Abendstunden erreichen.  Soweit der Plan.
Dass ich bei Kunheim zwar den Kanal, damit aber nicht den Radweg Nr. 15 erreicht hatte, wurde mir erst viel spÀter an diesem Abend bewusst. In Colmar. Tja, wenn man eben plötzlich eine 90-Grad-Wende vornimmt und sodann dem falschen Kanal folgt, landet man eben nicht im nördlichen Strassburg, sondern im westlichen Colmar. Soviel zum Plan, herrje!
Ich danke dem Universum sehr herzlich fĂŒr diesen Lausbubenstreich! 😅

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Rot = offizieller Rhein-Radweg Nr. 15 / Gelb: doedels Route 😅

 

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Colmar hat offensichtlich ein Herz fĂŒr Radfahrer đŸ€©

Ich erreichte die Touristeninformation im Zentrum von Colmar just zehn Minuten vor deren Schliessung und ergatterte mir noch husch die Adressen von einigen potenziellen UnterkĂŒnften, die im Verlaufe des Nachmittags noch freie KapazitĂ€ten angemeldet hatten. Die zweite Adresse, das BeausĂ©jour, war bereits ein Erfolg. Das Hotel liegt etwas ausserhalb des Stadtzentrums, aber ich hatte ja mein Rad dabei und auf ein paar Kilometer mehr oder weniger kam es nun wirklich nicht mehr an.

FĂŒrs Abendessen stĂŒrzte ich mich ins romantische GetĂŒmmel von „La petite Venise“ (Kleinvenedig) und bestellte in tadellosem Französisch: une tarte flambĂ©e, s’il vous pleee! 😋

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Romantik pur in „la petite Venise“

Tagesfazit:
nach 💯 Kilometern in den Flossen und
2 Glas GewĂŒrztraminer im Blut
spreche ich quasi fliessend spanisch đŸ‡ȘđŸ‡žđŸ„°,
aber das interessiert in Frankreich đŸ‡«đŸ‡·
keine Sau đŸ·Â … bzw. pas un porc! 

Tag 2: Colmar > Strassburg (85km)

Am nĂ€chsten Morgen tankte ich meine Energiespeicher bei einem FrĂŒhstĂŒck vor romantischer Kulisse auf.

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Romantik pur in „la petite Venise“

Vergebens hatte ich nach einem BirchermĂŒesli Ausschau gehalten und mich schliesslich mit einem traditionellen französischen Baguette und einer Miniportion Joghurt zufrieden gegeben.

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FrĂŒhstĂŒck natĂŒrlich mit original französischem Baguette

Dann ging es los. ZurĂŒck an den Rhein-RhĂŽne-Kanal und von dort dann gefĂ€lligst NORDWÄRTS, heiliger Bimbam!

ErwartungsgemĂ€ss hielt das weissmehlgeschwĂ€ngerte FrĂŒhstĂŒck nicht lange hin. Bereits nach neunzig Bike-Minuten musste ich meinen Notfall-Naschbeutel plĂŒndern.

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„Wie heisst der Gebirgszug westlich vom Elsass?“

đŸ€·â€â™€ïž „Das habe ich vor lauter flach Vogesen.“
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Sommeridylle im Elsass
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Schnapszahl-Geburtstag hin oder her: IRGENDWANN HAST DU EINFACH KEINEN DURST MEHR! Diese gesetzlich aufgezwungene Sauferei in diesem Frankreich ist echt anstrengend, ey! ! đŸ€Ș

 

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Jetzt BLOSS NICHT nach Colmar fahren, doedel, BLOSS NICHT! 🙂

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Dieses Bild steht stellvertretend fĂŒr 50 weitere Kilometer des Rhein-RhĂŽne-Kanals đŸ€Ș
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Langsam nĂ€hern wir uns der Zivilisation…

Endlich erreichte ich Strassburg.

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Bienvenue Ă  Strasbourg

Sofort war mir klar, dass ich hier ebenfalls einige entspannte Stunden verbringen und nicht sofort wieder abreisen wollte und so suchte ich auch hier die Touristeninformation auf. Diesmal landete ich mit dem Hotel Roses einen absoluten Volltreffer. Die Lage ist perfekt – im lebhaften Stadtteil Krutenau (an der Rue de Zurich, ĂŒbrigens 😉) Das Personal ist superfreundlich, die Zimmer sind modern und mit viel Liebe zum Detail eingerichet. Das Ganze zum absolut fairen Preis. UneingeschrĂ€nkte Weiterempfehlung.

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Hotel Roses an der Rue de Zuich, Strassburg

Tag 3: Sightseeing-Tour Strassburg (35km)

Am dritten und letzten Tag meines kleinen Bike-Abenteuers (das „n“ im zweiten Abschnitt steht also fĂŒr die Zahl 3) unternahm ich eine kleine Sightseeing-Tour in und um Strassburg. Einige Impressionen:

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EuropÀisches Parlament, Strassburg
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EuropĂ€ischer Gerichtshof fĂŒr Menschenrechte, Strassburg
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Jardin des deux rives zwischen Strassburg (FR) und Kehl (DE)

Nach dem Mittag begab ich mich zum Bahnhof und besorgte mir ein Ticket fĂŒr die Verbindung kurz nach 18 Uhr nach Basel. Die Zeit bis zur Abreise verbrachte ich schliesslich noch flanierend im Viertel „La petite France“.

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Flanieren in „La petite France“, Strassburg.
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Sehr lecker und typisch elsĂ€ssisch: das Sauerkraut als Beilage 😋

Und die Moral von der Geschicht‘: Ă€lter werden ist so schlimm gar nicht!

🍀 đŸšŽâ€â™€ïžÂ đŸ· đŸšŽâ€â™€ïžÂ â˜€ïž đŸšŽâ€â™€ïžÂ đŸ„‚ đŸšŽâ€â™€ïžÂ đŸŽ… đŸšŽâ€â™€ïžđŸŽˆ đŸšŽâ€â™€ïžÂ â˜•ïž đŸšŽâ€â™€ïžÂ đŸ„ł

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Nicht traurig sein, liebes GĂ€ssel, ich mag manchmal auch net… 😔 Aber zum traditionellen Geburtstags-Abenteuerchen wĂŒnsche ich mir auch fĂŒr’s nĂ€chste Jahr das notwendige QuĂ€ntchen Power! đŸ’Ș

 

 

Bike-Safari durch Namibia

Die Bike-Safari durch Namibia zĂ€hlt definitiv zu meinen ganz besonderen Reise-Leckerbissen. Vor exakt zwei Jahren strampelte ich tatsĂ€chlich mit sieben weiteren Mountainbike-Enthusiasten durch die rote Erde SĂŒdwestafrikas, wie Namibia bis zu seiner UnabhĂ€ngigkeit im Jahre 1990 genannt wurde. Ich schreibe diesen Artikel heute in Erinnerung an eine unvergessliche Zeit im afrikanische Outback.

Die Reise im Überblick

Überblick Reisekarte Namibia
Überblick Reisekarte (Bild-Quelle: Bike-Adventure-Tours.ch)

Auf den schwarzen Strecken (siehe Karte) wurden unsere Bikes konfortabel mit dem Offroad-AnhÀnger transportiert.

Toyota Landcruiser mit Bike-AnhÀnger im Outback Namibia
Unser Begleitfahrzeug: ein Toyota Landcruiser mit Offroad Bike-AnhÀnger.

Bike-AnhÀnger im Outback Namibia

Aber hey, auf den roten Strecken kÀmpften wir uns tapfer und geduldig durch die staubigen namibischen Sand- und Wellblechpisten.

Bike-Gruppe macht Pause in der WĂŒste, Namibia
Findet doedel 😉

Bikes liegen im Sand in der WĂŒste Namibias

Bike-Tour Richtung Sonnenuntergang bei Spitzkoppe in Namibia
Dem Sonnenuntergang entgegen. (Bild: T. Pfenninger)
Bike-Gruppe macht Pause mit wundervoller Weitsicht
Ein PĂ€uschen in Ehren, kann niemand verwehren 😉
Bike-Gruppe berĂ€t sich in der WĂŒste Namibias
Stundenlanges Strampeln durch endlose Weite hat eine durchaus reinigende Wirkung auf den Geist. (Bild: T. Pfenninger)

Bike-Gruppe berÀt sich mitten im namibischen OutbackBiker stieben auf einer Sandpiste in Namibia davon

Sossusvlei: Sandkasten Deluxe

Ein erstes Highlight erreichten wir gleich zu Beginn unserer Reise: das Sossusvlei. Dabei handelt es sich um eine von roten SanddĂŒnen umringte Salzpfanne („vlei“) in Mitten der WĂŒste Namib. Die DĂŒnen – Big Daddy, Big Mama und wie sie alle heissen – entstanden vor ĂŒber 5 Millionen Jahren und sind mit ihren bis zu 300 Metern Höhe die mĂ€chtigsten DĂŒnen der Welt. Ich konnte mich gar nicht sattsehen.

Sossusvlei in Namibia
Das Sossusvlei gehört seit 2013 zum UNESCO Welterbe. Absolut berechtigt, wie ich meine.

Am nĂ€chsten Morgen ging es bereits in aller HerrgottsfrĂŒhe los. Ziel war, pĂŒnktlich zum Sonnenaufgang den Gipfel von DĂŒne 45 zu erklimmen, um das atemberaubende Farbenspektakel, das hier mit den allerersten Sonnenstrahlen seinen Lauf nimmt zu geniessen. Der Aufstieg durch den tiefen Sand erwies sich als knifflige Herausforderung, nach dem Motto „ein Schritt vor und zwei zurĂŒck“ 🙂  aber wenn man erst mal oben steht, tief durchatmet und das prĂ€chtige WĂŒsten-Panorama regelrecht in sich aufsaugt, sind die tollpatschigen Tritte schnell vergessen.

„Der Downhill zu Fuss ist fast so schön wie fliegen.“, steht im Reiseprogramm von Bike Adventure Tours. Da ist durchaus etwas Wahres dran, denn wenn man einmal einen Schritt talwĂ€rts angesetzt hatte, gab es kein ZurĂŒck, kein Halten mehr. Und das war auch gut so. Denn unten wartete ein famoses Outdoor-FrĂŒhstĂŒck auf unsere knurrenden MĂ€gen.

Downhill Race der Bike-Gruppe von DĂŒne 45
Downhill Race: fast so schön wie fliegen…

Safari im Etosha-Nationalpark

Um es gleich vorweg zu nehmen: Nein, den Etosha-Nationalpark erkundet man clevererweise nicht per Bike. 🙂 Stattdessen chauffierte uns Roger, unser Tour-Guide, im sicheren Offroader kreuz und quer durch den Park.

Ich hatte auf frĂŒheren Reisen bereits Safaris durch den Tsavo-East-Nationalpark in Kenia und den KrĂŒger-Nationalpark in SĂŒdafrika unternommen und hatte – im Gegensatz zu den meisten anderen Mitglieder unserer Reisegruppe – also bereits eine konkrete Vorstellung, wie sich eine Safari in Afrika in etwa anfĂŒhlte. Aber ich muss schon sagen, Etosha hat auch mich aus den Socken gehauen (also sofern ich denn welche getragen hĂ€tte). Die knapp 5’000 Quadratkilometer grosse Salzpfanne verpasst dem Park eine einzigartige Note – ich war hin und weg! Aber lassen wir doch die Bilder sprechen:

Liegendes Löwenpaar im Etosha Nationalpark, Namibia
The Lion is King.
Elefanten am Wasserloch im Etosha-Nationalpark, Namibia
Ein Kollege unserer Gruppe hÀlt einen besonders rELEFANTen Moment am Wasserloch fest.
Giraffen am Wasserloch im Etosha-Nationalpark, Namibia
Hofknicks Giraffen-Style. (Bild: T. Pfenninger)
Zwei Elefanten im Etosha-Nationalpark, Namibia
ein besonders rELEFANTes Bild.
Oryx-Antilopen im Etosha-Nationalpark, Namibia
Oryx-Antilopen (Namibisches Wappentier)
Ein stehendes ErdmÀnnlein
Ein Edel- Àh ErdmÀnnlein
Imposante Weber-Vogel-Nester im Outback Namibias
Vogelnestli African Style 😉
Giraffen und Zebras am Wasserloch im Etosha-Nationalpark
Idylle am Wasserloch
Giraffe und Löwen am Wasserloch im Etosha-Nationalpark
Es ist angerichtet… o-oooohhhh…
Elefanten am Wasserloch im Etosha-Nationalpark, Namibia
noch ein rELEFANTes Bild.
Giraffe und Oryx-Antilopen beim Sonnenuntergang im Etosha-Nationalpark, Namibia
(Bild: T. Pfenninger / Bildidee: by doedel ;-))
Giraffen und Zebras im Etosha-Nationalpark, Namibia
Voll im Trend: der anymal print
Elefanten und Zebras von hinten
Wir Touris gehen denen gerade sowas von am A**** vorbei 😉
Löwenpaar nur wenige Meter von Auto enfernt im Etosha-Nationalpark
Darf ich vorstellen: Herr und Frau Löwe.
Giraffe steht neben krummen Baum im Etosha-Nationalpark, Namibia
Die Tiere (hier eine Giraffe) passen sich der Landschaft an.
Elefantenherde nÀhert sich dem Wasserloch im Etosha-Nationalpark
Elefantenherde nÀhert sich einem Wasserloch

Weitere Impressionen findet ihr ĂŒbrigens im Artikel Impressionen meiner Bike-Safari durch Namibia

Lagerfeuer-Romantik

Unvergesslich geblieben sind auch die friedvollen Übernachtungen mitten im afrikanischen Outback.

Camping im Outback Namibias
Outback-Romantik vom Feinsten ❀
Spuren im Sand. Darunter auch Elefanten-Spuren.
„Stell dein Zelt am besten hier auf“, haben sie gesagt. „Sind das Elefanten-Spuren?“ habe ich gefragt. „Ja“, haben sie gesagt.
Spuren im Sand… auch ein Elefanten-Schuh ist dabei….

Und eines schönen Abends, wir sassen gerade gemĂŒtlich am Lagerfeuer, da stellten wir uns in der Gruppe die Frage, was denn nun eigentlich grandioser sei: die dezent funkelnden SterneÂ ĂŒber dem namibischen WĂŒstenhimmel oder das aufregende Lichterspektakel am Time Square in New York. Das Fazit der Diskussion verrate ich hier: Milchstrasse gegen Time Square 😉

Soviel ist klar: ich freue mich bereits auf mein nĂ€chstes afrikanische Abenteuer. Auf meiner Bucketlist stehen unter anderem das Okavango-Delta und der Ngorongoro-Krater…

Wie geht es euch? Habt ihr auch AfricanDreams?

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Bodensee und Alpstein: Wow-Garantie im Doppelpack

Wenn immer möglich, verbringe ich im Sommer jeweils zwei bis drei Tage bei meiner Familie in der wunderschönen Bodensee-Region. Ein Highlight ist dabei das gemĂŒtliche Beisammensein am Abend. Wenn Daddy am Grill steht, fĂŒr die ganze Schar Leckereien brutzelt und man sich spĂ€ter – bei einem GlĂ€schen Rotwein – ĂŒber all die Dinge unterhĂ€lt, die im Familien-Chat bei WhatsApp einfach keinen Platz finden. Ich geniesse die Stunden im Kreise meiner Liebsten jeweils sehr, hach! ❀
Gerade bin ich zurĂŒck von meinem diesjĂ€hrigen Kurztrip in meine alte Heimat. Dieser Artikel kann daher noch Spuren von Heimweh enthalten – Sie entschuldigen?!

Radtour um den Untersee

Mein Auto war diesmal vollgepackt mit Bike- und Wanderkram. An mir sollen schliesslich selbst spontane Ausflugsideen nicht scheitern 🙂
FĂŒr Donnerstag war jedoch bereits seit einiger Zeit eine Biketour am Bodensee geplant. Und weil das Wetter so wunderbar mitspielte, sprach also auch nichts dagegen, diesen Plan nun in die Tat umzusetzen. Und so besammelten wir uns um 9.30 Uhr in Ermatingen, wo wir zuerst einmal unsere Bikes zusammenbauten. Dann zog der edle Konvoi, bestehend aus zwei e-Bikes und drei gewöhnlichen Mountainbikes, schliesslich los.

Dem Untersee entlang ging’s via Steckborn, Mammern und Eschenz bis ins malerische Stein am Rhein, wo wir uns eine erste Pause gönnten. Einige Passagen des regulĂ€ren Radweges mussten wir grosszĂŒgig umfahren, da das kĂŒrzliche Unwetter teilweise massive SchĂ€den an BĂ€umen und HĂ€usern hinterlassen hatte und die Wege noch nicht alle freigerĂ€umt waren. So richtig will man es sich gar nicht vorstellen, welche Naturgewalt sich hier nur wenige Tage zuvor entladen haben muss… (meine Fresse!)
Anschliessend fĂŒhrte uns die Route dem deutschen Rheinufer entlang nach Gaienhofen und damit zu unserer Lunch-Pause. Im gemĂŒtlichen Biergarten des Restaurant Hirschen liessen wir uns leckeren Bodenseefisch auf knackigem Reichenauer Salat schmecken. Anschliessend ĂŒberquerten wir den Untersee per FĂ€hre und strampelten schliesslich zurĂŒck zu unseren Autos nach Ermatingen.

biketour-bodensee-ermatingen-gaienhofen
>> zur Route auf GoogleMaps

Es war eine gemĂŒtliche, chillige Tour, doch das tropische Klima trieb uns dennoch den Schweiss aus allen Poren. An dieser Stelle passt das Gedicht vom Bodensee ganz wunderbar:

Mir tut das Herz so weh,
wenn ich vom Glas den Bodensee 🙂

Abends beim Barbeque schmiedeten wir schliesslich PlĂ€ne fĂŒr den nĂ€chsten Tag. Relativ rasch zeichnete sich eine kleine Wanderung im Alpsteingebiet ab. Und so verabredeten wir uns zum Zmittag im weltbekannten Berggasthaus Aescher-Wildkirchli.

Wanderung zum Berggasthaus Aescher-Wildkirchli

Mein Bruder, dessen Freundin und ich parkierten unser Auto beim Parkplatz unterhalb der Alp Bommen und trampelten dann los, bergwĂ€rts. Über Stock und ĂŒber Steine und wir brachen uns nicht die Beine… [Bitte hier einen zĂŒnftigen Appenzöller-Juchzer vorstellen]

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Bald geschafft: nur noch ein paar Stufen bis zum „heemelige Beggaschthuus“ Aescher.

>> zur Route „Bommen > Aescher-Wildkirchli“ auf GoogleMaps

Oben erwarteten uns bereits Daddy und seine Frau Silvia, welche von Wasserauen aus via Luftseilbahn zur Ebenalp und von da aus den ca. zwanzigminĂŒtigen Abstieg bis zum Aescher erfolgreich hinter sich gebracht hatten. [hier bitte nochmals einen Appenzöller-Juchzer vorstellen. Bitte. Danke!]. Hungrig wie wir alle waren, bestellten wir uns endlich unsere wohlverdienten Aescher-Röstis, dazu en „suure Moscht“ – en Guete und Proscht! (Das reimt sich imfall! 🙂 )

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SpezialitĂ€t des Hauses Aescher: Rösti –> ein MUSS!

Auf dem Abstieg legten wir in der Alp Bommen noch eine Rast ein, die dann allerdings etwas lĂ€nger als geplant ausfiel. Man vergisst in dieser entschleunigenden Gegend halt leicht die Welt um sich herum. Und wisst ihr was? Das ist verdammt gut so, denn wer „A“ sagt sollte definitiv auch „lpstein“ sagen oder „ppenzellerland“…

Nachdem wir uns noch grosszĂŒgig mit leckerem AlpkĂ€se eingedeckt hatten, wanderten wir schliesslich die letzte Etappe bis zu unserem Auto und fuhren nach Hause zurĂŒck, wo Daddy und Silvia bereits mit dem Vesper auf uns warteten.

Und ja, in meinem nĂ€chsten Leben werde ich Prinzessin! 🙂

 

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Sim-Salsa-Bim: Verzaubert von Kuba

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Sim-Salsa-Bim: Verzaubert von Kuba

Bild des Grenzsteins Ich erinnere mich noch sehr genau, wie ich damals (ĂŒbrigens auf meiner allerersten grossen Reise) lockerflockig von Miami ĂŒber die Seven-Mile-Bridge nach Key West brauste und schliesslich, am Ă€ussersten Zipfel des nordamerikanischen Kontinents angelangt, vor dem legendĂ€ren Grenzstein stand und sehnsĂŒchtig Richtung SĂŒden spĂ€hte. 90 Meilen, lĂ€ppische 144 Kilometer, trennten mich damals von der geheimnisvollen Karibikinsel Kuba. Mein BauchgefĂŒhl prophezeite mir schon damals, dass ich irgendwann drĂŒben auf der Insel stehen und keck nach Key West rĂŒber zwinkern werde! Seither sind ĂŒber zwanzig Jahre vergangen.

Kuba by bike – I like!

bikes_vinalesAuf der Suche nach einem optimalen Mix aus spannender Kulturreise und Aktivurlaub, stiess ich im Herbst 2014 auf die Bike-Reise Kuba Clasico des Veranstalters Bike Adventure Tours. Mein damaliger Freund und ich waren sofort ĂŒberzeugt: Das ist es – vamos. Juntos! Am 18. Dezember 2014, es war der Tag unmittelbar nach dem historischen TelefongesprĂ€ch zwischen Barack Obama und RaĂșl Castro, war es schliesslich soweit. Zusammen mit ein paar weiteren Bike-Enthusiasten flogen wir von ZĂŒrich nonstop nach Havanna und damit war vor allem eines klar: bevor sich die Amis dem Inselstaat annĂ€hern wĂŒrden, waren erst mal wir an der Reihe, pah!

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Bild-Quelle:  Bike Adventure Tours

 

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Eine ganz normale Seitenstrasse in Havanna.

Bunte Autos

Mich beeindruckte die Insel auf Anhieb und gleich mehrdimensional. Ich erinnere mich noch, wie die Jungs unserer Reisegruppe, kaum hatten wir unser Hotel im Zentrum von Havanna erreicht, gar nicht mehr von der Strasse wegzukriegen waren, weil sie auf keinen Fall auch nur einen dieser kunterbunten Oldtimern verpassen wollten. Zu jenem Zeitpunkt gingen wir davon aus, dass diese Autos das Markenzeichen von Havanna seien und die Leute ausserhalb der Hauptstadt stinknormale, rostige, verbeulte Otto-Normal-Autos fahren wĂŒrden. Dass dem nicht so ist wurde uns erst im Verlaufe der nĂ€chsten Tage allmĂ€hlich bewusst. ES. GIBT. (praktisch) KEINE. ANDEREN. AUTOS. AUF. KUBA!

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Auf einer Tabakplantage
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Oldtimer (Autos und HĂ€user) am „el MalecĂłn“ von Havanna.

 

Shopping findet anderswo statt

Eine weitere Besonderheit, die mich zutiefst beeindruckt hat, war der schlicht und ergreifend nicht stattfindende Konsum. Ich meine hey, es war Weihnachten! In vielen christlichen LĂ€ndern ist das die Hauptsaison des geradezu ausufernden Konsums. Doch in Kuba gab es – abgesehen von Che Guevara Accessoires  – nichts zu kaufen. Selbst wenn man in Shopping-Laune gewesen wĂ€re: es gab einfach nichts. Punkt. Man stelle sich das einmal vor!

Bunt sind auch die HĂ€user. Und die Musik

Last but not least haben mich natĂŒrlich Land und Leute zutiefst berĂŒhrt. Auffallend sind zuerst einmal die farbenfrohen HĂ€user. Passend zu den Autos. Oder war’s umgekehrt? Ein klassischer Fall fĂŒr die „Huhn-Ei-Frage“ 🙂 Jedenfalls drang aus (gefĂŒhlt) jedem dieser fröhlich eingefĂ€rbten HĂ€user fröhliche Musik. Wer da keine gute Laune kriegt, ist selber schuld! Nicht selten habe ich mich dabei ertappt, wie ich auf dem Bike-Sattel meine HĂŒfte zu heissen Salsa-Rhythmen schwang – sim-SALSA-bim!

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Weniger bunt sind die Mahlzeiten

Kulinarisch ist Kuba etwas weniger „farbenfroh“. Du wĂ€hlst nicht etwa ein Menu aus, sondern darfst dich bestenfalls fĂŒr ein StĂŒck Fleisch (Schwein oder Huhn) entscheiden. Als Beilage sind Reis und schwarze Bohnen gesetzt. Zum Dessert gibt’s Mango-Mus, dazu ein StĂŒck KĂ€se. Alternativen gibt es kaum – ausser in den sternengeschwĂ€ngerten Hotels am traumhaften Varadero-Strand beispielsweise. Aber das hat ja auch nicht mehr viel mit Kuba zu tun…

Fazit: Do it!

Meine uneingeschrĂ€nktes Fazit: Kuba MUSS man erlebt haben. Und zwar noch BEVOR der erste McDonalds in Havanna seine TĂŒren öffnet. Go for it!

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Ein absolutes MUSS: das Vinales-Tal
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Weisse Weihnachten: check! 😉
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Dramaqueen Cienfuegos im SĂŒden der Insel.

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Das Jahr 2015 war ein besonderes Jahr fĂŒr mich. Warum und weshalb verrate ich hier.

Hier ein paar Impressionen zu einem meiner ganz besonderen Reise-Leckerbissen. Per Bike gings im September 2015 quer durch Namibia.

NatĂŒrlich gibts auch jede Menge Geschichten zu den Bildern. Es sind eindrĂŒckliche Geschichten. Witzige Geschichten. VerblĂŒffende Geschichten. Es sind Geschichten, die mich geprĂ€gt haben und fĂŒr die ich mein Leben lang dankbar sein werde. ❀ Stay tuned.

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/September 2015